CFM-Demonstration am 11.02.2020

Solidarität mit dem CFM-Streik!

ver.di aktiv beteiligt sich an der Kampagne gegen Outsourcing und Befristung in Berlin, die die folgende Solidaritätserklärung veröffentlicht hat:

Wir, die Kampagne gegen Outsourcing und Befristung, bestehend aus gewerkschaftlichen und politischen Gruppen und Kolleg*innen aus betroffenen Betrieben, erklären uns solidarisch mit dem andauernden Arbeitskampf bei der Charité Facility Management GmbH (CFM).

In der aktuellen Corona-Krise trifft gerade ein neuartiges Virus auf ein kaputtgespartes Gesundheitssystem. Eine Situation in der erneut deutlich wird, wie wichtig die Arbeit von Service-Kräften am Krankenhaus ist. Eigentlich ein Grund, spätestens jetzt ihre Forderung nach gleicher Bezahlung durch TVöD zu erfüllen! Doch die Gesundheitsversorgung wird seit Jahrzehnten immer größerem Druck zur Kostensenkung und zur Privatisierung unterworfen. Dadurch leidet die Qualität und eine schlechtere Versorgung von Patient*innen wird in Kauf genommen.

Solidarität mit dem CFM-Streik! weiterlesen

Vereint gegen die Zerschlagung der S-Bahn

von Olaf, Beschäftigter bei der Vivantes Service GmbH (VSG) und Wolfgang, ehemaliger Busfahrer der BVG

Unter der Federführung der Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne) hat der Rot-Rot-grüne Senat von Berlin am 12. November 2019 ein Eckpunktepapier zur Vergabe der S-Bahn beschlossen. Damit droht die Privatisierung und Zerschlagung der S-Bahn-Berlin.

Deshalb trafen sich am 07. Februar 2020 ungefähr 40 aktive Gewerkschafter*innen aus verschiedenen Gewerkschaften, darunter die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Gewerkschaft der Lokführer (GdL), Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) und ver.di, darunter auch Studierende, die sich bei Fridays for Future engagieren.

Vereint gegen die Zerschlagung der S-Bahn weiterlesen

Aufruf: Unterstützt den CFM-Streik!

Liebe Mitstreiter*innen im Kampf gegen Outsourcing,

bei der Charité-Tochterfirma CFM wird demnächst gestreikt. Das ist ein schlechtes Zeichen, denn erste Streiks gegen miese Arbeitsbedingungen und Dumpinglöhne gab es bei der CFM schon 2011. Seitdem haben sie sich einige Verbesserungen erstritten aber die grundlegenden Probleme bestehen weiter: Sie werden nicht nach dem Tarifvertrag der Charité (angelehnt am TVöD) bezahlt, sondern nach Nase. Für wichtige Arbeiten wie Sterilisation von Operationsbesteck, Krankentransport oder Reinigung des Krankenhauses werden teils nur 11 Euro pro Stunde gezahlt.

Aufruf: Unterstützt den CFM-Streik! weiterlesen

Selbstorganisierung statt Sozialpartnerschaft! – Gewerkschaftliche Strategiekonferenz in Frankfurt

Rund 150 Gewerkschafter*innen aus IG-Metall, GEW und ver.di haben sich am vergangenen Wochenende (25./26. Januar) in Frankfurt am Main zur ersten Strategiekonferenz der Vernetzung für Kämpferischere Gewerkschaften zusammengefunden.

Selbstorganisierung statt Sozialpartnerschaft! – Gewerkschaftliche Strategiekonferenz in Frankfurt weiterlesen

Zerschlagung der S-Bahn verhindern!

Der Berliner Senat hat die große Ausschreibung von zwei Dritteln des Berliner S-Bahnnetzes beschlossen. Die Grünen wollen damit die Zerschlagung in mehrere Betreiberfirmen erreichen. Als Vorwand nutzen sie die Krise der S-Bahn vor gut zehn Jahren. Eine Vergabe an andere Firmen als die Deutsche Bahn soll angeblich den Druck auf den Branchenriesen erhöhen. Damit soll vorgeblich der Nahverkehr verbessert werden. Zerschlagung der S-Bahn verhindern! weiterlesen

BlackRock enteignen! – Klima retten!

Von Lasse Reinboeng, Arbeiter an der Freien Universität

“Wir haben Geld wie Dreck. Es haben nur die falschen Leute.” Das ist ein Zitat von Heiner Geißler, der nicht während seiner gesamten politischen Karriere diese Meinung vertrat.

49 Prozent der CO2-Emissionen werden von den reichsten zehn Prozent der Weltbevölkerung verursacht. Man muss kein Wissenschaftler sein, um zu verstehen, dass sich durch eine höhere Besteuerung der übrigen 90 Prozent der Menschen, der CO2-Ausstoß nicht im gewünschten Maße und vor allem nicht sozial gerecht reduzieren lässt. Wer Gegenteiliges behauptet, hat entweder genug Geld oder möchte sich vielleicht nicht mit den Mächtigsten anlegen.

BlackRock enteignen! – Klima retten! weiterlesen

Klimastreik: Mehr ÖPNV ist besser für alle!

Mehrere Millionen Menschen beteiligten sich im September an der Aktionswoche gegen die Klimakrise. Allein in Deutschland gingen über eine Million Menschen auf die Straße. Gleichzeitig stellte die Bundesregierung ihr Klimapaket vor, welches jetzt nach und nach verabschiedet wird. Damit soll vorgeblich der Ausbau des Bahnverkehrs gefördert werden, zwingende Maßnahmen sucht man aber vergebens. Und die Preise für Fernzüge sollen zwar sinken, den meisten Pendler*innen wird das aber wenig bringen, solange nicht auch der Nahverkehr günstiger wird – stattdessen wird die BVG die Preise 2020 sogar erhöhen!

Klimastreik: Mehr ÖPNV ist besser für alle! weiterlesen

Botanischer Garten im Klimastreik: „Für mich ist klar, dass wir selbst aktiv werden müssen.“

Die Belegschaft des Botanischen Garten, der zur FU Berlin gehört, sind in den vergangenen Jahren zu einem leuchtenden Beispiel für andere prekär Beschäftigte der Hauptstadt geworden. Denn einerseits haben sie 2017 mit zahlreichen Aktionen, Warnstreiks und viel Öffentlichkeitsarbeit die Rückführung der ausgelagerten Garten-Gesellschaft in die FU erreicht und damit ihre Löhne deutlich erhöht. Andererseits sind sie seitdem immer wieder als Unterstützer*innen anderer Arbeitskämpfe und Belegschaften in Erscheinung getreten – mit Grußbotschaften, Soli-Fotos oder der Teilnahme an Kundgebungen und Demonstrationen.

Am 20. September waren einige von ihnen auf der Großdemo zum Klimastreik. Wir haben mit der Gärtnerin Ivonne darüber gesprochen, wie es zur gemeinsamen Teilnahme zahlreicher Kolleg*innen an den Umweltprotesten kam und wie die Vorbereitung auf kommende Klimaproteste aussieht.

Botanischer Garten im Klimastreik: „Für mich ist klar, dass wir selbst aktiv werden müssen.“ weiterlesen

Solidarität mit “Harland & Wolff”

***englisch below***

Am vergangenen Samstag veranstalteten wir, Kolleg*innen von der anti-bürokratischen und klassenkämpferischen Basisgewerkschaftsgruppe ver.di-aktiv mit Kolleg*innen der Kampagne “Outsourcing und Befristungen verbieten!” eine Veranstaltung zum Thema der Rolle der Arbeiter*innen im Kampf gegen die drohende Klimakatastrophe und dem Kampf für politische Streiks in unseren Gewerkschaften.

Im Rahmen dessen sprachen wir auch über das inspirierende Beispiel der Kolleg*innen der Werft “Harland & Wolff”, die seit Ende Juli mittlerweile nun in der achten Woche ihren insolventen Betrieb bestreiken, besetzt halten und die Verstaatlichung unter ihrer Kontrolle fordern, mit dem primären Ziel, dass wie bereits in den letzten Jahren Anlagen und Infrastruktur für den Ausbau der Erneuerbaren Energien zur See gebaut werden, womit die historische Werft im Zuge eines deutlichen Ausbaus dieser Aktivitäten zu einem Dreh- und Angelpunkt für eine sozial-ökologische Transformation der Wirtschaft werden würde.
Solidarität mit “Harland & Wolff” weiterlesen

Workers for Future: Auf zum politischen Klimastreik am 20. September!

450 Gewerkschafter*innen beteiligen sich bereits an der Unterschriftensammlung: Für einen offiziellen Streikaufruf für den 20.9.! Eine Reaktion der Landes- und Bundesvorstände der Gewerkschaften blieb bis heute aus, jedoch halten wir unsere Forderung nach einem offiziellen Streikaufruf aufrecht und laden dazu ein, den Aufruf noch weiter zu verbreiten:

https://verdi-aktiv.de/2019/08/gewerkschafterinnen-fordern-fuer-einen-offiziellen-streikaufruf-fuer-den-20-9/

Nur wenn Schüler*innen, Studierende und Beschäftigte gemeinsam streiken ist der von den Jugendlichen eingeforderte Schulterschluss erreicht. Nur so kann wirklich energisch gehandelt werden! Wir nehmen ernst, dass der Klimawandel die Menschheit bedroht. Wir wollen uns als Arbeiter*innen am Kampf dagegen beteiligen!

Lasst uns deshalb den politischen Streik realisieren!

Die Haltung der Gewerkschaftsführungen bringt Arbeiter*innen, die am Klimastreik teilnehmen wollen, in eine schwierige Lage, weil es keinen offiziellen Streikaufruf gibt. Trotzdem suchen viele Belegschaften und Gewerkschaftsmitglieder nach Wegen, sich am Klimastreik zu beteiligen. Sie wollen also politisch streiken.

Um möglichst großen Druck auf die Führungen unserer Gewerkschaften auszuüben, rufen wir dazu auf, Betriebsgruppen und gewerkschaftliche Strukturen für einen politischen Streik zu gewinnen. In diesen Strukturen sollten demokratische Beschlüsse gefasst werden, die einen offiziellen Streikaufruf für den 20.09. oder für kommende Klimastreiks fordern.

Wir rufen alle Kolleg*innen und Belegschaften auf, alle Wege und Möglichkeiten zu nutzen, eine Beteiligung an den Demonstrationen zu ermöglichen, sei es durch Urlaub, Gleitzeit, Betriebs- und Personalversammlungen oder kollektive Arbeitsniederlegung.

Wir wissen, dass einige Kolleg*innen und Belegschaften an diesem Freitag eine kollektive Arbeitsniederlegung organisieren werden und begrüßen diesen großen Schritt. Es wird also am 20.09. politische Streiks geben!

Alle Belegschaften und Kolleg*innen, die sich, egal in welcher Form, an den Demonstrationen beteiligen wollen, sollten dies gemeinsam tun und dort sichtbare Blöcke bilden.

In Berlin und München wird es Treffpunkte unter dem Label “Workers for Future” geben:

Berlin: Workers for Future Berlin (im Care-Block) – Global Strike 20.09.
11:30 Uhr, Pariser Platz vor der französischen Botschaft (Wir schließen uns später dem Care-Block an)

München: 11:30 Uhr, Max-Mannheimer-Platz 1

Wenn weitere Treffpunkte in eurer Stadt organisiert werden, schreibt uns!

Für die Kolleg*innen und Belegschaften, die sich dazu entscheiden, sich am 20.09. in Form einer Arbeitsniederlegung zu beteiligen, verweisen wir auf das Flugblatt:

Rechtliche und praktische Hinweise zur Teilnahme an Versammlungen am 20. September 2019“.

Darin wird beschrieben, welche Möglichkeiten es gibt, arbeitsrechtliche Konsequenzen bei einer Arbeitsniederlegung zu minimieren, falls es am 20.09 immer noch keinen offiziellen Streikaufruf der Gewerkschaften geben sollte.

Wir rufen die Gewerkschaftsführungen und alle gewerkschaftlichen Gremien dazu auf, sämtliche Kolleg*innen zu schützen, die wegen ihrer Beteiligung am Klimastreik mit arbeitsrechtlichen Maßnahmen konfrontiert werden!

Eure Fragen:

Rechtsanwalt Benedikt Hopmann wird im Zeitraum bis 2 Stunden vor dem Beginn der Klimastreik-Demonstrationen und in der Woche danach weiterführende Fragen via Mail beantworten. Ihr erreicht ihn unter dieser Emailadresse: hopmann@kanzlei72a.de

Eure Berichte und Erfahrungen:

Für uns ist es wichtig zu erfahren, wie ihr den 20.09. erlebt habt, ob und in welcher Form ihr auf der Demonstration wart (in der Mittagspause, als Arbeitsniederlegung, im Block usw.). Über Emails mit Euren Eindrücken und  Bildern freuen wir uns sehr. Außerdem bitten wir euch herzlich, diese Erklärung an weitere Kolleg*innen und Betriebsgruppen weiterzuleiten.

Wir sehen uns am 20. September beim Klimastreik! 

Unterstützer*innen:
Kampagnen-Initiative “Auslagerung und Befristungen verbieten”
ver.di aktiv – Basisgewerkschaftsgruppe
Berliner Aktion gegen Arbeitgeberunrecht

 

Kontakt: outsourcingverbieten@gmail.com