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Solidarität mit dem Schul- und Unistreik!

Gemeinsame Solidaritätserklärung der “ver.di Betriebsgruppe der Betriebsgesellschaft des Botanischen Gartens” und der “Gruppe ver.di aktiv der BVG” für den Schul- und Unistreik am 27.04.2016 “Jugend gegen Rassismus”

Wir, die „ver.di Betriebsgruppe der Betriebsgesellschaft des Botanischen Gartens“ und die „Gruppe ver.di aktiv der BVG“ erklären unsere volle Solidarität mit dem Schul- und Unistreik am 27.04.2016 und stellen uns an die Seite der Teilnehmer*innen und Organisator*innen.

Wir fordern im Schulterschluss alle Beschäftigten, Schüler*innen und Studierenden auf, sich gegen Rassismus jeglicher Form zu positionieren.

In den vergangenen Monaten versuchten Politiker*innen einen Zusammenhang zwischen Niedriglohnarbeiter*innen und Geflüchteten herzustellen. Es sollte ein Verteilungskampf unter uns entfacht werden.

Dieser Konflikt unter sozial schwachen Gruppen soll ausschließlich der Gewinnmaximierung einiger Weniger dienen und verfolgt das Ziel eine Abwärtsspirale in Gang zu setzen, indem Geflüchtete und Niedriglohnempfänger*innen gegeneinander ausgespielt werden.

Besonders diskriminierend war die Forderung, dass Geflüchtete zunächst vom Mindestlohn ausgeschlossen werden sollen.

Es sind aber eben nicht die Geflüchteten die uns auf der Tasche liegen – auch wenn man uns das gerne Glauben machen möchte!

Es sind die tarif- und steuerflüchtigen Unternehmen und Konzerne, die einen immer größer werdenden Teil der Bevölkerung in prekäre Beschäftigung und damit in die Armut treiben!

ver.di Betriebsgruppe der Betriebsgesellschaft Botanischer Garten

Gruppe ver.di aktiv der BVG

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Dankschreiben vom Botanischen Garten

Der Berliner Botanische Garten blickt auf eine über 100jährige Tradition zurück und gehört zu den bedeutendsten botanischen Anlagen der Welt. Rund 22.000 verschiedene Pflanzenarten werden hier auf 43 Hektar kultiviert, in den über 6.000 Quadratmeter großen Gewächshäusern können sich Besucher auf eine Reise um den Globus begeben, so grün, so friedlich, so ruhig! Dies ist jedoch nur der Eindruck, den die Besucher*Innen bekommen.

Weit schlechter sieht die Situation für die Beschäftigten der „Betriebsgesellschaft Botanischer Garten / Botanischer Museum“, einer 100%igen Tochtergesellschaft der Freien Universität Berlin, aus. Sie kämpfen für die gerechteste Sache aller lohnabhängig Beschäftigten, „Gleicher Lohn, für gleiche Arbeit“. Von sich aus sagen sich die Kolleg*Inne des Botanischen Gartens: „Wir wollen zudem langfristig die Arbeitsplätze erhalten und die Zukunft des Botanischen Gartens sichern. Außerdem wollen wir nicht, dass dieser schön angelegte Garten sich selbst überlassen wird, wir wollen mit unserer Arbeit diese Schönheit für die Berlinerinnen, Berliner und Besucher noch lange erhalten.

Deshalb kämpfen wir auch für den Erhalt unserer Arbeitsplätze und für einen guten angemessenen Lohn, der sich an andere Bereiche orientiert. Die Verantwortung hierfür tragen einzig und allein die vier Geschäftsführer, die für uns 70 Beschäftigten die volle Verantwortung tragen. Für diese Leute ist immer genug Geld vorhanden. Im Gegensatz wurde in den Jahren 2003 bis 2009 das Budget für eine ordentliche Gestaltung und Bezahlung der Beschäftigten kontinuierlich gekürzt. Somit wurden Ausgründungen in Tochtergesellschaften einerseits und andererseits in Servicegesellschaften in Größenordnungen betrieben. Reinigungskräfte wurden in Reinigungsservice umbenannt, mit der Folge des immer niedrigeren Lohnes. Selbiges geschah mit den anderen Berufsgruppen. Von einem monatlichen Gehalt von Brutto 1.100 Euro kann kein Mensch normal leben, darunter leidet auch die Lebensqualität eines jeden. Heißt im Klartext, Urlaub und ein gerechter Lohn sind Mangelerscheinungen.

Derzeit setzt die Leitung die Beschäftigten der Reinigung massiv unter Druck, in dem die Arbeiten nach Jahren des Lohndumping mittels Werkvertrag vergeben werden.

Wir fordern von unserem Arbeitgeber endlich mit Ver.di in Verhandlungen zu treten, für gleiche Löhne und Gehälter, sowie für den Erhalt unserer Arbeitsplätze!

Wir bedanken uns bei der Basisgruppe der BVG, ver.di aktiv, für die Soli-Besuche, sowie für die Möglichkeit, diese Zeilen zu veröffentlichen.

von Lukas Schmolzi

Bild: Pismire / Wikimedia Commons / Creative Commons

Treffen mit KollegInnen

Mit euch wollen wir diskutieren:
• Personalratswahlen 2016
• Befristung – wie geht es weiter?
• Wahlprogramm der Offenen Liste
• Was dich noch interessiert…

Unser Treffen ist offen für Jede/n.

Veranstalter: ver.di aktiv, Offene Liste

Freitag, 1. April, 18:00 Uhr
in der ver.di-Mediengalerie
Dudenstr. 10, 10965 Berlin
U6 Platz der Luftbrücke

Nach der Diskussion gibt es einen gemütlichen Teil mit Essen und Trinken.

Keine Befristungen in allen Bereichen!

Ab dem 1. Januar wurde vom BVG-Vorstand die Befristung im Fahrdienst auf zwei Jahre ausgesetzt. Dies sorgte bei den KollegInnen, die sich noch in der Befristung befinden, für Irritationen.

Daraufhin haben zwei Kollegen (Erdogan und Ekin) am 9. Dezember 2015 in der Gesamtpersonalratssitzung folgenden Antrag gestellt: „Vorzeitige Entfristung aller Kolleginnen und Kollegen ab dem 01.01.2016!“ Dieser Antrag wurde als Arbeitsauftrag angenommen.

Mittlerweile gab es persönliche Entscheidungen einzelner Vorgesetzter zu vorzeitigen Entfristungen. Das begrüßen wir sehr! Wir möchten allen KollegInnen Mut zusprechen, sich persönlich zu erkundigen, wie es mit ihrer Befristung steht.

Bei der BT werden (zumindest) die befristeten U-Bahn-Fahrer*innen nach zwei Jahren nicht mehr entfristet und gezwungen, sich bei der BVG zu bewerben. Damit löst sich die Entscheidung gegen Befristungen in heiße Luft auf.

Glaubt der neue Personalvorstand Schulte, er könne diese Belegschaft mit einem dreisten Taschenspielertrick reinlegen?

Dienstkleidung = Arbeitszeit!

In Stuttgart kam es zwischen einem Betriebsrat im Nahverkehr und dem Arbeitgeber zu Unstimmigkeiten über Mitbestimmungsrechte nach §87 Abs. 1 Nr.2 des Betriebsverfassungsgesetzes (BetrVG). Es ging darum, ob An-und Ablegen einer besonders auffälligen Dienstkleidung zur betrieblichen Arbeitszeit gehört oder nicht.

Das Landesarbeitsgericht hatte zugunsten des Arbeitgebers entschieden. Das Bundesarbeitsgericht hat am 17. November 2015 die Entscheidung des Landesarbeitsgerichtes revidiert und dem Betriebsrat recht gegeben. Laut BAG gelten die Umkleide- und Wegezeiten sowie das Mitführen von Arbeitsmitteln als Arbeitszeit.

Das BAG-Urteil zwingt die BVG zum Handeln!

Der Vorstand der BVG will die Trageordnung für Dienstkleidung ändern und das Tragen von Dienstkleidung auf freiwillige Basis stellen, um Kosten zu sparen. Dennoch ist es nicht so, dass die KollegInnen ihre Kleidung frei wählen können. Es soll auch dann eine Vorschrift geben. Wer bestimmt, wie die KollegInnen sich kleiden sollen, der muss auch die Kosten übernehmen!

Außerdem wurde das Mitführen von Arbeitsmitteln noch nicht geregelt! Laut BAG-Urteil steht der Betrieb im Handlungszwang.

Unsere Forderung dazu: Alle KollegInnen bekommen pro Dienst 60 Minuten Umkleide- und Wegezeit in die Arbeitszeit eingerechnet! Der Pausenabzug für die KollegInnen, die Ausrüstungsgegenstände mitführen müssen, erfolgt nicht! Alles andere ist ein Spiel auf Zeit!

Unterschiedliche Bezahlung im Sicherheitsdienst

Mehrere KollegInnen sind während der Verteilung der letzten Ausgabe von aktiv an uns heran getreten und fragten uns, ob wir wüssten, warum die KollegInnen im Sicherheitsdienst unterschiedlich bezahlt werden, obwohl sie die gleiche Arbeit leisten.

Wir haben diese Frage durch unseren KollegInnen in die zuständigen Gremien weitergegeben. Ihre Antwort hat auch uns überrascht! Der Unterschied soll in den Aufgaben liegen. Aus dieser Antwort resultiert eine weitere Frage: Wer kontrolliert, wer was und wie viel erledigt?

Die neuen Busse aus Holland: Wie viel Chemie hält ein Busfahrer aus?

von einem anonymen Kollegen

BusfahrerInnen klagen über Krankheitssymptome wie zu hohen Blutdruck, Kopfschmerzen, Augenreizung und -schmerzen, Reizungen der Mund- und Nasenschleimhäute, Kurzatmigkeit, Hautreizungen bis hin zu Hautschlag, Übelkeit bis hin zum sich Übergeben. Auch Feuerwehr und Notarzt waren deswegen schon im Einsatz.

Der BVG-Sprecher Markus Falkner gibt im Auftrag des BVG-Vorstandes in der Öffentlichkeit Entwarnung, nach dem Motto: „Die FahrerInnen der BVG und BT vom Betriebshof Britz sind Weicheier“. Er wies zusätzlich darauf hin, „dass nur bei vereinzelten Neufahrzeugen diese Geruchsbelästigung auftritt und nach kurzer Zeit im Linienverkehr verfliegt“. Dem Sprecher des Berliner Fahrgastverbandes (IGEB) Jens Wieseke sind keine Beschwerden von Fahrgästen bekannt. Warum auch?

Es geht ja in erster Linie um BusfahrerInnen, die massive Gesundheitsprobleme haben. Ich kann sagen, dass viele Fahrgäste dieser Geruch ebenfalls stört und sie auch entsprechende Krankheitssymptome aufweisen. Uns liegt auch ein Beschwerdebrief von einem Fahrgast vor, der direkt an Frau Dr. Nikutta adressiert war. Auf den gab es bisher noch keine Antwort.

Die Personalratsmitglieder vom Hof Cicerostraße sagten, dass die FahrerInnen dieses Hofes keine Probleme durch Geruchsbelästigungen hätten. Nachfragen bei vereinzelten FahrerInnen belehrten uns eines Besseren. Uns hat es bei einigen Dingen, die wir erfahren mussten, die Sprache verschlagen.

Frau Dr. Nikutta hat bis zum heutigen Tage keine klare Stellung zu diesem Thema bezogen und es gibt auch keine verwertbaren Zahlen über die Kraftstoffeinsparungen dieser Busse.

Will die BVG ihre MitarbeiterInnen zu Protesten bewegen? Will sie den Krankenstand derart erhöhen, dass die Personalstärke bei weitem nicht ausreicht?

Wie lange wollen uns Vorstand und Aufsichtsrat der BVG noch hinhalten? Und das unter den Augen des örtlichen PR und des GPR?

Jugend gegen Rassismus!

„Teile und Herrsche“ – ein altes Prinzip der Reichen und Mächtigen. Die sind auch aktuell aus der Schusslinie. Denn Viele hetzen jetzt gegen zu „undeutsche“ Menschen. Die antisoziale, eltäre und nationalistische AfD feiert Erfolge.

Schüler*innen und Studierende wollen hingegen mit Arbeiter*innen und geflüchteten Kolleg*innen deutschlandweit am 27. April gegen unsoziale und rassistische Politik streiken und demonstrieren. Sie wollen eine gemeinsame Bewegung für gute Wohn- und Arbeitsverhältnisse.

Unterstützen wir den Protest unserer Kinder und Freund*innen, am 27. April und darüber hinaus! Beteiligen wir uns am Aufbau dieser echten Alternative!

www.facebook.com/JugendvsRassismus/

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Die Harten vom Garten

Wir kennen das Problem: Viele von uns, die bei der landeseigenen BVG arbeiten, sind bei Tochter- und Fremdfirmen beschäftigt – zu verschiedenen Tarifverträgen. Beim Botanischen Garten, der an die Freie Universität angeschlossen ist, gilt eigentlich der TV-L. Aber durch eine Tochterfirma mit 70 Beschäftigten (und vier GeschäftsführerInnen!) unterbindet man auch hier die Tarifeinheit.

Die Kolleg*innen der „BG BGBM“ setzen sich gegen die Schlechterstellung ein, während Senat und FU-Leitung jetzt teilweise die Arbeit (trotz Mehrkosten!) fremdvergeben wollen. Damit wollen sie Betriebsräte loswerden und den Widerstand brechen.

Beim letzten Warnstreik hat Wolfgang, Lichtenberger Busfahrer und bei ver.di aktiv, eine Solidaritätsrede gehalten. Aber was können wir noch tun, um die botanischen (ver.di-)Kolleg*innen zu unterstützen und die beschäftigten- und gewerkschaftsfeindliche Politik der öffentlichen Hand zu durchkreuzen?

Foto: Berliner Aktion gegen Arbeitgeberunrecht

Altersarmut vermeiden!

Die RentnerInnen in Österreich verdienen 545 Euro mehr als die RentnerInnen in Deutschland – obwohl beide Länder sozial, wirtschaftlich und politisch ähnlich sind. Wer 2015 als Versicherter mit mindestens 35 Versicherungsjahren in Vollzeit in Rente ging, erhielt in Deutschland durchschnittlich 1.015 Euro monatlich, in Österreich 1.560 Euro.

Wer monatlich 2.600 Euro brutto verdient, muss heute mehr als 33 Jahre Vollzeit arbeiten, um später nicht unter Grundsicherungsniveau zu landen. Da jedeR dritte sozial versicherte Beschäftigte aber weniger als 2500 Euro verdienen, droht Millionen Menschen Altersarmut.

Um Altersarmut zu vermeiden, muss das Rentenniveau erhöht werden. Die Arbeitgeber müssen stärker zur Verantwortung gezogen werden. Die Arbeitgeber im öffentlichen Dienst wollen die Leistungen bei der Zusatzversorgung (VBL) absenken. Dies würde eine Absenkung der Betriebsrenten bedeuten. Das ist auch ein Thema bei den Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst.

Der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske hat gesagt: „Ein Babyboomer des Jahrgangs 1964 kann bei einem Monatseinkommen von 2.500 Euro brutto nach 40 Arbeitsjahren gerade einmal mit 786 Euro gesetzlicher Rente rechnen. (…) Was da auf uns zukommt, ist massenhafte Altersarmut.“

Deshalb dürfen wir nicht zulassen, dass die Leistungen der Zusatzversorgung abgesenkt werden!

Für Frieden weltweit!

Jeder Mensch, der zu uns kommt und eine Zuflucht sucht, vermittelt uns eine Botschaft: Er/sie zeigt uns, wie wichtig der Kampf für den Frieden geworden ist.

Deshalb rufen wir alle KollegInnen auf, sich am diesjährigen Berliner Ostermarsch zu beteiligen und ein Zeichen gegen Krieg, Aufrüstung und Militarisierung zu setzen!

Der Ostermarsch beginnt am 26. März 2016 um 12:00 Uhr am Hermannplatz (Neukölln).