Wombats vor Gericht: Solidarisch gegen Union Busting!

Aufruf zur solidarischen Begleitung der Verhandlungen vor dem Landesarbeitsgericht Berlin am Mittwoch, den 22. Mai, ab 10 Uhr in Raum 337.

Die Schließung des wombat’s Hostel Berlin wegen gewerkschaftlicher Aktivitäten seiner Belegschaft scheint von Seiten der Gesellschafter beschlossene Sache zu sein. Trotzdem versucht man die Betriebsratswahl vom Mai 2018 wiederholen zu lassen und zieht hierfür am kommenden Mittwoch vor das Berliner Landesarbeitsgericht.

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WOMBATS verteidigen!

Am Freitag, 17.Mai, um 16 Uhr, vor dem Wombat’s Hostel Berlin (Alte Schönhauser Str. 2).

DIE SCHLIESSUNG VERHINDERN!

Die Kolleg*innen des WOMBAT’S CITY HOSTEL in Berlin Mitte sind die ersten, die bei einem Hostel in Deutschland einen Betriebsrat gegründet und einen Tarifvertrag  erkämpft haben.

Die Bosse gehen mit dreckigen Methoden gegen die widerständige Belegschaft vor. Nun wollen sie verhindern, dass ihr Berliner Hostel zur Schule des Klassenkampfes in der florierenden Hostelindustrie wird: Während sie offen erklären, dass das Hostel höchstprofitabel ist und sie Millionengewinne einfahren, planen sie hastig die Schließung des Betriebs diesen August.

Der Plan ist klar: Das Hostel soll letztlich mit neuer Belegschaft später wiedereröffnet werden. Es geht ihnen nur darum, ein Exempel zu statuieren, dass die Bosse der Hostel-Branche eine uneingeschränkte Herrschaft über ihre Arbeiter*innen ausüben und deren Gewerkschaften und Betriebsräte wie Gutsherren in den Staub treten können.

Die Kolleg*innen fordern gegen diesen Akt ökonomischen Terrors die Enteignung der Eigentümer durch das Land Berlin und den Weiterbetrieb unter Selbstverwaltung. Vom WOMBAT’S HOSTEL BERLIN soll ein Signal an den expandierenden Sektor gehen. Eine Warnung an die Hostel-Bosse und eine Ermutigung der Hostel-Arbeiter*innen!

Dafür braucht es unsere gemeinsame Solidarität!

 

PAKTMAN: Frist ist Frust!

Protestaktion des Bündnisses „Frist ist Frust“ mit über 100 Teilnehmer*innen vor dem Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung in Berlin

Am 02. Mai 2019 zwischen 13:30 und 15 Uhr versammelten sich über 100 Beschäftigte von Hochschulen und wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen vor dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Die Kampagne „Frist ist Frust“ wurde im März 2019 von den Gewerkschaften ver.di und GEW, sowie dem “Netzwerk für Gute Arbeit in der Wissenschaft” gegründet. Ziel der Kampagne ist, gegen die umfassende Befristung im akademischen Mittelbau vorzugehen.

Anlass des Protests war ein „Kamingespräch“, bei dem die Verantwortlichen der Länder letzte Vereinbarungen vor der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) am 3. Mai treffen wollten. Bund und Länder wollen den „Hochschulpaket“ verstetigen, damit sollen über zwei Milliarden Euro für das Hochschulsystem zur Verfügung gestellt werden.

Das wurde genutzt um für die Entfristung der Hochschulbeschäftigten zu demonstrieren, da u.a. 90% aller Stellen im akademischen „Mittelbau“ befristet sind, größtenteils mit einer Laufzeit von unter 2 Jahren, was eine gute Lebensplanung sowie fundierte Forschung und Ausbildung nahezu unmöglich macht oder zumindest massiv erschwert.

Redebeiträge kamen von Heike Kanter (Netzwerk für Gute Arbeit in der Wissenschaft), Mathias Neis (ver.di) und Laura Hassler (Studentische Beschäftigte).

 

Mehr auf der Website zur “Entfristungspakt 2019”-Kampagne.
Die Petition kann man hier unterzeichnen.

BVG: Manteltarifrunde beendet

Am gestrigen Donnerstag, dem 4. April 2019, kam es bei der fünften Verhandlungsrunde zu einer Einigung, die in den frühen Morgenstunden des heutigen Tages von der Tarifkommission von BVG und Berlin Transport GmbH beschlossen wurde. Bis Mitte Mai soll der neue BVG-Tarifvertrag unterschriftreif sein. Ein Mitgliederentscheid wurde nicht für angebracht gehalten.  BVG: Manteltarifrunde beendet weiterlesen

2700 € gegen Altersarmut und 36,5 h für Alle

DURCHSETZEN!

Nach den Verhandlungen zu Beginn des Monats wurde uns von der Geschäftsführung ein dreistes Angebot vorgelegt, das nicht nur eine viel zu geringe Lohnerhöhung vorsah, sondern auch noch weitere lange fünf Jahre Friedenspflicht und haarsträubende Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen.

Dabei sind Verbesserungen bitter nötig. Wir brauchen 36,5 Stunden für Alle (selbstredend bei vollem Lohnausgleich). Wir brauchen die Wieder-Anerkennung der Pausen als Teil des bezahlten Arbeitstags. Wir brauchen höhere Löhne und eine Neuordnung der Lohntabelle. Schließlich haben sich unsere Arbeitsbedingungen und Reallöhne massiv verschlechtert. Wenn sich nicht massiv etwas ändert, bricht die BVG bald zusammen.

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Die Vergesellschaftung des Wohnraums würde dem Klima helfen

Von Lasse Reinboeng, Arbeiter an der Freien Universität Berlin

Jeden Werktag machen sich in Berlin Hunderttausende Menschen quer durch die Stadt auf den Weg zur Arbeit. Ich hab Kolleg*innen, die jeden Tag 2 Stunden im Auto verbringen um zur Arbeit und wieder nach Hause zu kommen. Das produziert Tonnen an CO2. Viele prekär Beschäftigte müssen weit draußen wohnen, weil sie sich die Mieten in der Stadt nicht leisten können. Das gilt auch für die vielen Kolleg*innen an landeseigenen Krankenhäusern und Unternehmen.

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Wir müssen den Druck aufrechterhalten und gegenüber der Politik massiver werden!

von Wolfgang Wendt, Busfahrer, BVG

Der Bus-Streiktag am Freitag hat gezeigt, dass die Kampfbereitschaft da ist. Das spiegelte sich auch darin, dass die überbezahlte BVG-Chefin etwas nervös wirkte. Dennoch ist nicht zu übersehen, dass die Tatsachen, die wir an der Basis jeden Tag erleben, von den Bossen in keiner Weise ernstgenommen werden. In den Gesprächen auf den Höfen ging es um drei wesentliche Punkte:

1. Lohnhöhe bei Einstellung
2. Perspektivenentwicklung
3. Stressfaktor Arbeitszeit

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Kollektiv gegen Outsourcing

Von Lasse Reinboeng, Arbeiter an der Freien Universität Berlin

Am kommenden Dienstag findet eine Demonstration vor dem Wombats City Hostel in Berlin statt. Die Beschäftigten wehren sich gegen die Ausgliederung der Reinigungskräfte.

Rechtlich gesehen gibt es immer noch keine wirksamen Möglichkeiten gegen Outsourcing vorzugehen – trotz sozialdemokratischer Regierungsbeteiligung. Ausgliederung gilt nämlich als Teil der “unternehmerischen Freiheit”. Deswegen greifen die Beschäftigten auf bereichsübergreifenden Protest und Solidarität zurück.

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BVG-Streik ist Klimastreik!

Gestern haben wir, Busfahrer*innen bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG), gestreikt. Heute streiken unzählige Schüler*innen auf der ganzen Welt für wirksamen Klimaschutz. Auch in Berlin findet ein Schulstreik #FridaysForFuture statt.

Auf dem ersten Blick mögen diese beiden Proteste nichts miteinander zu tun haben. Doch wir sagen: BVG-Streik ist Klimastreik! Klimastreik ist BVG-Streik!

Wir streiken für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen im größten Nahverkehrsunternehmen in Deutschland. Seit Jahren ist unser Betrieb kaputtgespart worden. Darunter leiden die Fahrgäste genauso wie wir Beschäftigte.

Um die drohende Klimakatastrophe noch abzuwenden, müssen wir den Ausstoß von CO2 schnell und radikal senken. Das beste Mittel dafür: Möglichst viele Menschen müssen von PKWs auf Busse, U-Bahnen und Straßenbahnen umsteigen. Doch das wird kaum gelingen, wenn die Züge wegen Personalmangels ständig ausfallen.

Wir würden auch weitergehen: Wir müssen den Nahverkehr deutlich ausbauen, und viel mehr Personal einstellen. Dafür braucht es auch ordentliche Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Wir brauchen einen kostenlosen öffentlichen Nahverkehr, finanziert durch die Besteuerung der Banken und Konzerne.

Das wäre etwas, was sich sofort machen ließe, um den CO2-Ausstoss sehr schnell zu verringern. Und dafür kämpfen wir mit unseren Streiks.

Wir schicken solidarische Grüße an die Schüler*Innen, die heute auf die Straße gehen. Wir freuen uns, dass sie das Kampfmittel des Streiks gewählt haben. Sie streiken für unsere Zukunft. Wir werden selbst auch dabei sein, sofern das unsere Schichten zulassen.

Solidarität von Verkehrsarbeiter*innen aus Israel

Anlässlich des heutigen Warnstreiks bei der BVG senden unsere Kolleg*innen von DAN, dem zweitgrößten israelischen Busunternehmen, und ihrer Gewerkschaft Koach la’Ovdim solidarische Grüße nach Berlin!

Auf ihren Schildern schreiben sie:
“Solidarität mit den Arbeiter*innen der BVG!”
und
“Alle Macht den Fahrer*innen!”

Die Grenze verläuft nicht zwischen den Völkern, sondern zwischen oben und unten!