Ergebnis der Online-Umfrage: 80% negativ

Danke an alle, die sich an unserer kurzen Umfrage beteiligten! Dies waren sage und schreibe 275. Davon über 87% Fahrer*innen, aber auch aus anderen Bereichen.

Bewertung-Lohnrunde17

Bewertung-Lohnrunde17-Tabelle

Einen Kampf für die Erhöhung der Bruttolöhne auf halbwegs rentensichernde 2600 Euro hatten wir von der Basisgewerkschaftsgruppe ver.di aktiv gefordert. Die gewählten ver.di Vertrauensleute haben bei der Vertrauensleute-Vollversammlung aber mit großer Mehrheit beschlossen, die (auf Grundlage des Zusatz-Tarifvertrags von 2013) angebotenen 2,5% zu akzeptieren, allerdings solle noch etwas dazukommen. 2,5% + X war die Formel.

Am Ende standen nun 2,5 % Lohnerhöhung für Alle (d.h. bei Fahrer*innen ca. 51,06 EUR brutto) und ein etwas kompliziertes Plus für alle Neubeschäftigten der Lohngruppen 1-6: Für diese Kolleg*innen wird der nächste Stufenanstieg innerhalb der Lohngruppe (regulär alle vier Jahre) einmalig um 12 Monate verkürzt.

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Solidarität ist Lebenswichtig - Bild vom Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus

Petition: Verteidigung unserer Krankenhäuser Vivantes und Charité Berlin!

Wir bitten euch Alle um Unterstützung dieser ONLINE-PETITION.

Der Kampf an den öffentlichen Krankenhäusern in Berlin geht uns alle an. Besonders wichtig ist es (gerade für uns als ebenfalls Beschäftigte der öffentlichen Daseinsvorsorge) die Kämpfe der Kolleg*innen für gute Krankenversorgung solidarisch zu unterstützen. Neben Solidaritäts-Delegationen und Solidaritäts-Erklärungen ist auch diese Petition ein Mittel, um dabei mitzuwirken, die Ziele der Krankenhaus-Arbeiter*innen durchzusetzen.

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Umfrage zum Ergebnis der Lohnrunde

Umfrage beendet.
Am Freitag, dem 9. Juni, veröffentlichen wir die Auswertung

Liebe Kolleg*innen!

Wir wollen unter uns BVG/BT-Kolleg*innen eine kleine Umfrage zum Lohnabschluss machen.
Wir wollen uns als Kritiker*innen einen Eindruck verschaffen, wie weit sich die positive Meinung der Tarifkommission* zum Abschluss mit der Meinung von Betroffenen deckt. Das ist auch für die Zukunft wichtig.

Alle, die von dem Tarifvertrag betroffen sind, bitten wir zahlreich daran teilzunehmen (teilen!) und ehrlich zu antworten. Macht mit!

Es kostet nur wenige Minuten Zeit. Dankeschön!

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Solidarische Grüße an die Kämpfer*innen von der CFM

Die Kolleg*innen der tariflosen Charité-Tochter CFM haben heute nach eineinhalb Wochen ihren vorerst letzten Streiktag. Wir senden den Kämpfer*innen unsere solidarischen Grüße:

Liebe streikenden Kolleginnen und Kollegen der Charité-Tochter CFM!

Wir BVGer von der Basisgewerkschaftsgruppe ver.di aktiv wollen euch am letzten Tag des laufenden Streiks noch einmal solidarische Grüße senden.

Euer Kampfwille, euer Einsatz und eure kreative, demokratische und aktive Art zu kämpfen sind ein Beispiel für uns Arbeiter*innen in anderen Betrieben.
Gerade wir in der öffentlichen Daseinsvorsorge – konfrontiert mit inakzeptablen Löhnen und Arbeitsbedingungen, mit Befristungen und Ausgründungen (für die der Berliner Senat direkt verantwortlich ist!) – wir müssen noch stärker zusammenhalten.

Macht weiter! Stärkt eure Betriebsgruppe! Seid auch weiterhin außerhalb der Streiktage aktiv, lasst Bürgermeister Müller und die anderen politisch Verantwortlichen nicht in Ruhe. Seid euch bewusst: Ihr spielt eine Vorreiterrolle – für uns alle!

Wir als Basisgewerkschaftsgruppe werden versuchen euch soweit wir können zu unterstützen!

Beste Kampfesgrüße!
ver.di aktiv

TREFFEN AM MITTWOCH

2,5% + niX bei der BVG

und der

Kampf an der Charité

Komm am Mittwoch (24. Mai) zum Treffen der Basisgewerkschaftsgruppe ver.di aktiv und diskutiere mit über den notwendigen gewerkschaftlichen Kurswechsel!

Dabei geht es zum Einen darum, wie wir als kritische Kolleg*innen bei BVG/BT mit dem Ende der Lohnrunde umgehen.
Außerdem wollen wir auch über den laufenden Streik der Kolleg*innen der CFM (Charité Facility Management GmbH) sprechen.

Auf der Tagesordnung stehen:
1.) Streik bei Charité Facility Management
2.) Diskussion zum schlechten Tarifergebnis*
3.) kurzer PR-GPR-Arbeitsaustausch
4.) kurze Nachbetrachtung 1. Mai und was uns noch einfällt

Wo?
ver.di Haus
(Eingang Landesbezirk)
RAUM 6.04
Köpenicker Str. 30
10179 Berlin

________________________

*Information der TK zum Abschluss: Tarifinfo 2017 -08- Tarifabschluss zur Entgeltrunde 2017

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aktive Frühstückspause plus X

Heute titelte die Berliner Morgenpost: “Streik bei der BVG und der Charité-Tochter CFM. Bus und Bahn sollen trotz des Streiks planmäßig fahren. Und in den Kliniken soll es nur geringe Auswirkungen auf Patienten geben.”

Ein Glanzstück gewerkschaftsfeindlicher Presse. Das Ziel: den Arbeiter*innen Berlins erzählen, dass organisiert Kämpfen nichts bringen würde und die laufende Auseinandersetzung an der Charité – eine der wichtigsten dieser Stadt – zu schwächen.
Eiskalt gelogen: (kraftloser) Streik bei uns. Bei BVG/BT gab es ja überhaupt keinen Streik. Sondern eine “aktive Frühstückspause” vor der Konzernzentrale.

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Ca. 200 BVG/BT-Kolleg*innen hatten sich vor dem Eingang versammelt. Größtenteils natürlich Kolleg*innen aus dem Trias (“aktive Frühstückspause”!). Aber auch einige Kolleg*innen von Bus und Bahn, die in ihrer freien Zeit vorbeikamen, um zu fordern, dass wenn wir schon die angebotenen 2,5% nehmen, ein sehenswertes Plus dazukommt. Laut Aussage von ver.di-Sekretär Jeremy Arndt will das BVG-Management derzeit zu den 2,5% garnichts dazugeben.

Die Aktion sollte dazu dienen, der gutbezahlten Chefetage zu zeigen, dass sie dabei nicht bleiben können. Gleichzeitig war sie auch ein Signal an die Tarifkommission, sich nicht kleinlaut auf irgendeinen billigen Deal einzulassen, sondern auch die Möglichkeit eines Arbeitskampfes, dann für eine ordentliche Forderung (wie die von uns vorgeschlagenen 2.600 Euro Einstiegslohn gegen Altersarmut), dem Vorstand offen sichtbar auf den Tisch zu legen.

Vorstandsvorsitzende Nikutta und Personalvorstand Schulte, die sich auch heute kurz blicken ließen, sind keine Leute, die sich durch freundliches Reden zu Zugeständnissen bewegen lassen. Der Senat treibt sie zum Kaputtsparen an und sie setzen diesen Auftrag willig um – auf Kosten von Arbeiter*innen und Fahrgästen. Diese gut geschulten Bosse brauchen Zwang. Und wir als Beschäftigte müssen bereit sein, diesen Druck aufzubauen.

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Die Kolleg*innen von der Charité Facility Management (CFM) sind ein Beispiel für solche kämpferische Entschlossenheit. Unter dem rot-roten Senat wurden am größten Uniklinikum Europas alle nichtmedizinischen Aufgaben in eine Tochterfirma ohne Tarifvertrag überführt. Dort wird unter total prekären Verhältnissen geschuftet – eine Politik auf Kosten der Arbeiter*innen und der Patient*innen. Die Kolleg*innen der CFM kämpfen mit Streiks und rückten zu verschiedenen Anlässen den politischen Verantwortlichen auf die Pelle. So haben sie es soweit gebracht, dass Bürgermeister Michael Müller am 1. Mai von der Wiedereingliederung in die Charité sprach. Inwieweit diese Worte so(zialdemokratisch) leer sind wie viele andere, hängt davon ab, ob die Kolleg*innen und ihre Verbündeten weiter hohen Druck machen. Deswegen hat heute ein Streik bei der CFM begonnen (von dem die Springerpresse offenbar schon weiß, dass er schwach wäre).

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Wir von der Basisgewerkschaftsgruppe ver.di aktiv hatten deshalb heute bei der “aktiven Frühstückspause” ein Transparent mit der Aufschrift “BVG UND CFM. Wir kämpfen zusammen!” dabei und im Anschluss gingen Kolleg*innen als Solidaritäts-Delegation zum zentralen Streiklokal am Virchow-Klinikum. Dort beteilgten wir uns an Aktionen und nahmen an der Streikversammlung teil, bei der versucht wurde, die Kolleg*innen einzubinden, von ihren Erfahrungen zu erzählen und mitzudiskutieren.
Die Kolleg*innen bei der CFM kämpfen nicht nur für sich. Sie kämpfen gleichzeitig gegen Ausgliederung und prekäre Arbeit – insbesondere im Verantwortungsbereich des Landes Berlin. Sie kämpfen für eine gute öffentliche Daseinsvorsorge. Das geht Alle an – gerade uns bei der BVG!

Deswegen haben wir auch im ver.di Betriebsgruppenvorstand Solidaritäts-Aktionen vorgeschlagen.
Wir laden außerdem alle BVG/BT-Kolleg*innen ein, gemeinsam mit den Charité-Kolleg*innen am Samstag Morgen dem Landesparteitag der selbsternannten “Gerechtigkeitspartei” SPD einen Besuch abzustatten.

Samstag, 20.05.17
8 Uhr
Estrel-Hotel, Sonnenallee 225
(S Sonnenallee)

 

Kommt zu Aktion am Mittwoch!

ver.di (und scheinbar zumindest teilweise NahVG) rufen auf zur Aktion zur laufenden Lohnrunde
Mittwoch (17. Mai ’17)
9 Uhr
TRIAS
Für ein ordentliches Plus zu den 2,5%!
“Am 27. März fand sie statt – die Vollversammlung der ver.di-Vertrauensleute bei BT und BVG. Dort wurde über die diesjährige Lohnrunde diskutiert und abgestimmt.
Das Ergebnis: Annahme des BVG-Angebots der 2,5 % – wenn noch etwas dazukommt. Als Möglichkeiten für dieses Extra wurden z.B. genannt:
+ Urlaubsgeld wieder einführen
+ mehr Weihnachtsgeld
+ schnelleren Lohnstufen-Anstieg innerhalb der Lohngruppen
+ extra-Leistung für Gewerkschaftsmitglieder”

Wenn man (wie wir von der Basisgewerkschaftsgruppe ver.di aktiv) die 2,5% als viel zu wenig empfindet – warum sollte man jetzt zur Aktion kommen?

Es
 gilt
 zu erreichen, dass das unbestimmte Plus ein ordentliches Plus wird. (Außerdem sollten die 2,5 % so aufgeteilt werden, dass die untersten Lohngruppen eine stärkere Lohnerhöhung bekommen, als die obersten!)

Es
 gilt deutlich zu machen, dass wenn Management & KAV nicht unsere X-Forderung akzeptieren, sie mit einem ernsten Lohnkampf für eine richtige Lohnerhöhung rechnen müssen.

Also Kolleg*innen: Kommt am Mittwoch um 9 Uhr zur Kundgebung vors TRIAS!

ver.di aktiv lädt alle Kolleg*innen dazu ein danach gemeinsam als Solidaritätsdelegation zum CFM-Streik an der Charité zu gehen

ver.di-PM: Aktive Frühstückspause

Berlin, 16. Mai 2017
Nr. 94

ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Landesbezirk Berlin-Brandenburg
www.bb.verdi.de

P R E S S E I N F O R M A T I O N

BVG-Tarifverhandlung ohne Ergebnis:
„Aktive Frühstückspause“ am Mittwoch, dem 17. Mai

am Mittwoch, 10.05.2017 fanden zwischen ver.di und dem Kommunalen Arbeitgeberverband Berlin (KAV) die ersten Verhandlungen für die BVG-Beschäftigten zum Entgelt 2017 statt. Grundlage dieser Verhandlungen war ein Angebot des KAV Berlins über eine lineare Erhöhung von 2,5% auf die Entgelttabelle. ver.di fordert jedoch eine Erhöhung, die deutlich über den 2,5 Prozent liegt. 

 Um dieser Forderungen Nachdruck zu verleihen, hat ver.di zu einer „aktiven Frühstückspause“ am Mittwoch, dem 17. Mai 2017 um 9:00 Uhr vor der BVG-Hauptverwaltung, Holzmarktstraße 15 -17 in Berlin-Mitte aufgerufen. 

„Unsere Forderung ist gut begründbar, denn der Jahresabschluss der BVG lag mit 11,2 Millionen Euro deutlich über dem Planwert. Darüber hinaus hat die BVG steigende Fahrgeldeinnahmen zu verbuchen. Auch der Personalaufwand liegt unterhalb der Planwerte. Die BVG hat im Jahre 2016 bei rund gleicher Anzahl an Fahrerinnen und Fahrer über 2,4 Millionen Nutzkilometer an Mehrleistung erbracht. Im Vergleich zu den Vorjahren stellt dieser Rekordwert die herausragende Leistung der Beschäftigten dar. Darüber hinaus haben wir deutlich gemacht, dass gerade bei den Neubeschäftigten in den unteren Entgeltgruppen eine Verbesserung geschehen muss“, sagt Jeremy Arndt, zuständiger ver.di-Gewerkschaftssekretär. 
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Die Arbeitgeberseite hat jedoch mitgeteilt, dass das angebotene Volumen von 2,5 Prozent das maximal vertretbare Angebot von Seiten der BVG und BT ist. Die wirtschaftliche Situation der BVG sei schwierig. Das Betriebsergebnis der BVG liege „deutlich“ unterhalb der geplanten Werte. Für eine zusätzliche Belastung sorgen sowohl zu leistende Pensionszahlungen als auch nicht durchgeführte Steigerungen der Fahrscheinpreise. 

Die erste Verhandlungsrunde wurde ohne Ergebnis und ohne einen neuen Verhandlungstermin beendet. 

Für Rückfragen:
Jeremy Arndt, zuständiger ver.di-Gewerkschaftssekretär, Tel.: 030 / 88 66 5500

Protest gegen deutschen Waffenmonopolisten

Am 9. Mai 2017 fand eine Protestkundgebung vor dem Hotel Maritim statt. Aufgerufen hatten die Berliner Initiative „Legt den Leo an die Ketten“ und die bundesweite Kampagne „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel“.

Im Hotel fand die alljährliche Jahreshauptversammlung der Rheinmetall AG statt. Diese trägt Verantwortung für den Bau und Vertrieb von sogenannten „Kleinwaffen“, die in über 10 Länder der Erde exportiert werden. In der Hauptsache geht es seit Jahren darum, wie es möglich ist, die deutschen Rüstungsexportkontrollen zu umgehen. Für diese Tricks spielen mit dem deutschen Staat verbündete Länder, wie unter anderem Türkei oder Saudi-Arabien eine der Hauptrollen. Der Rüstungskonzern Rheinmetall will aktuell in der Türkei mit finanzstarken und politisch eng mit Präsident Erdoğan vernetzten Partnern eine Panzerfabrik bauen. Damit will er sich für einen großen und sehr profitablen Panzerbau-Auftrag in der Türkei (Bau des „Altay”-Panzers), aber auch für Aufträge aus Katar (1.000 gepanzerte Fahrzeuge) und weiteren Staaten bewerben. Die Regierung Erdoğan setzt bekannterweise immer wieder Panzer ein, um in Einsätzen zu töten. Betroffen ist immer wieder auch die Zivilbevölkerung.

Der Konzern Rheinmetall sucht bereits Manager und Ingenieure für die geplante Panzerproduktion in der Türkei. Rheinmetall ist dafür bekannt, sich erstklassige Lobbykontakte auch in die deutsche Politik einzukaufen. Schlagzeilen machte zuletzt die Nachricht, dass der Bundestagsabgeordnete Franz-Josef Jung (CDU), der von 2005 bis 2009 als Bundesverteidigungsminister tätig war, an diesem 9. Mai in den Rheinmetall-Aufsichtsrat gewählt wurde. Jung ist nicht der erste Ex-Minister, der für Rheinmetall tätig ist. Seit Anfang 2015 stellt der ehemalige Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) seine als Minister erworbenen Kontakte in den Dienst des Rüstungskonzerns – als Leiter des Bereichs Internationale Strategieentwicklung und Regierungsbeziehungen.

Der Bundestag könnte die Panzerfabrik-Pläne stoppen. Die Betonung liegt hier auf könnte, deshalb sind Protestkundgebungen eine richtige Entwicklung, es ist aber auch nötig, wo sich die Gelegenheit bietet, Petitionen zu unterzeichnen. Gegen Rheinmetall haben bereits über 276.000 Bürgerinnen und Bürger diese Möglichkeit auf: https://www.campact.de/panzerfabrik/appell/teilnehmen/, genutzt.

Zu erwähnen sei hier auch unsere Kriegsministerin von der Leyen, die im April 2015 bekannt gab, die Bundeswehr werde die Zahl ihrer Kampfpanzer nicht auf 225 senken, sondern auf 320 erhöhen. Im Januar 2016 kündigte sie an, bis 2030 insgesamt 130 Milliarden Euro für neue Rüstungsprojekte ausgeben zu wollen.

Dass zugleich entsprechende Gelder für absehbare humanitäre Folgen deutscher Rüstungspolitik eingesetzt werden, kann bezweifelt werden.