TVöD & TVAöD: Solidaritätsstreik vorbereiten!

Sigmar Gabriel war letztes Jahr zum internationalen Kampftag der Arbeiter noch Festredner. Dieses Jahr ist der SPD-Chef auch Wirtschaftsminister und wie sein Kollege Innenminister Thomas de Maizière (CDU) der Meinung, dass die Gewerkschaften sich im öffentlichen Dienst zurückhalten sollen. Justament zu der Zeit, in der die Abgeordnetendiäten um 830 € erhöht werden. Bis in den April laufen nun die TVöD-Verhandlungen, nach denen es zum Streik kommen könnte.
Was geht uns im TV-N der TVöD an?
Sowieso gilt: Ohne Solidarität kommen wir abhängig Beschäftigte nirgendwohin als in Teufels Küche. Außerdem: Es geht ja gerade um die öffentliche Daseinsvorsorge (damit auch um viele Verkehrsbetriebe, die BSR oder die Vivantes-Krankenhäuser)! Trotz TV-N sind wir bei der BVG dabei nicht voll ausgeklammert worden. Denn all unsere Azubis fallen unter den TVAöD. Gerade die unbefristete Übernahme wäre für uns alle eine wichtige Maßnahme gegen die Sparpolitik des Vorstands. Der Ist-Zustand: Etwa 30% der BVG-Azubis werden nach erfolgreichem Abschluss faktisch entlassen! Wegen dieser Unsicherheit ist es für unsere Azubis auch nicht ungefährlich zu streiken.
Und was sind die „überzogenen“ Forderungen?
Die DGB- und dbb-Gewerkschaften fordern ein Lohnplus von 100 € für alle und dazu 3,5% für alle nicht-Azubis. Außerdem 30 Urlaubstage für alle und, wie schon genannt, die unbefristete Übernahme von allen Azubis. Will man eine Zukunftsperspektive für die jungen KollegInnen und eine Perspektive für gute Verhältnisse bei der BVG, führt kein Weg an dieser Forderung vorbei. Der TVöD betrifft uns „TV-N“er und wenn wir einen Erfolg wirklich wollen, müssen wir uns bemühen, die Blockadehaltung der Politiker und Spitzenbeamten zu brechen. Sie müssen – kurz gesagt – Schiss haben vor unserer Kraft.
Was können wir tun?
Wir können mit den Azubis über die Tarifrunde sprechen, sie unterstützen und ermutigen, sich zusammen zu tun. Wir könnten die Öffentlichkeit (mit Flugblättern und anderen Mitteln) auf die Auseinandersetzung und die Notwendigkeit guter Daseinsvorsorge-Betriebe aufmerksam machen – schließlich sind wir als Nahverkehr der dafür fähigste Bereich in diesem Sektor. Und wir könnten für den Streikfall mit Solidaritätsstreik drohen! Der ist nämlich seit 2007 sogar bundesarbeitsgerichtlich zugelassen und unsere Gewerkschaft(en) wäre(n) dumm, ihn nicht in die Rechnung miteinzubeziehen.
Ein Sieg ist möglich, wenn man ihn will!

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