Solidaritätserklärung mit den streikenden Kolleg*innen beim DB Konzern

Wir erklären unsere Solidarität mit dem Arbeitskampf unserer Kolleg*innen bei der S-Bahn und der gesamten DB, die dem Streikaufruf der GDL folgen.

1.) Wir denken, dass niemand, die im Arbeitskampf befindlichen Arbeiter*innen in den Rücken fallen darf. Jeder erfolgreiche Kampf stärkt unser Selbstbewusstsein. Eine Niederlage würde alle schwächen. Ein Erfolg der GDL über das Management der DB AG wäre ermutigend.

2.) Die Spaltung der Gewerkschafter*innen in GDL und EVG stellt ein großes Problem dar, gerade wenn sie die Solidarität der Kolleg*innen untereinander untergräbt! Die Kolleg*innen der EVG dürfen nicht stumm dabei stehen, oder sich gar auf die Seite der Bosse stellen.

3.) Das Gerangel zwischen der GDL – Führung mit der EVG – Führung um Zuständigkeiten ist unerträglich. Den Schaden haben die Kolleg*innen. Deshalb sind gemeinsame Streikversammlungen von GDL-, EVG- und noch unorganisierten Kolleg*innen eine Notwendigkeit! Dort könnten gewerkschaftsübergreifende Streikleitungen und Verhandlungskommissionen gewählt werden. Die Einheit ist nur durch praktische Solidarität zu erreichen.

4.) In Berlin besteht das alte Problem der betrieblichen Teilung von S-Bahn/Regionalbahn und der BVG mit ihren Bussen, U- und Straßenbahnen fort. Fußend auf dem Grundsatz der Solidarität sollten die Gewerkschaften bei der BVG und anderen Verkehrsbetrieben Solidaritätserklärungen und Solidaritätsaktionen organisieren. Wir fordern besonders unsere Betriebsgruppen, also unsere Vertrauensleuteversammlungen und Betriebsgruppenvorstand zur Diskussion und zum Handeln auf.

5.) Angesichts der Bedrohung des Streikrechts dass von DB-Vorstand, Pressevertreter*innen und Regierungsvertreter*innen in Frage gestellt wird, ist Solidarität zusätzlich wichtig. Arbeiter*innenfeindliche Juristen fordern außerdem die gänzliche Abschaffung des Streikrechts für alle Kolleg*innen in Krankenhäusern und Verkehr. Dann würden die Chefs die katastrophale aber profitable Lage in der Daseinsvorsorge leichter verschärfen können. Praktische gewerkschaftsübergreifende Solidarität: Das sind echte Schritte hin zu Tarifeinheit und zur Abwehr der Angriffe auf das Streikrecht, wie sie ganz im Sinne der Beschlüsse des DGB-Kongresses (Mai 2014) zu gehen sind.

Die Grundlage der Gewerkschaftsbewegung ist die Solidarität!

ver.di aktiv (Basisgruppe bei der BVG)

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