Gemeinsam Strategien entwickeln. Konflikte führen. Beteiligung organisieren.

Erneuerung durch Streik, Teil II

Zur diesjährigen Konferenz „Erneuerung durch Streik Teil II“ sind weit über 600 Gewerkschaftsaktive aus dem gesamten Bundesgebiet angereist. Scharfe Kritik, begleitet mit Buh-Rufen und Pfiffen, wurde an der Räumung der Geflüchteten aus dem Berliner DGB-Haus am 02.10. durch die Polizei geäußert. Der Hamburger ver.di-Fachbereichsleiter für Besondere Dienstleistungen, Bremme sagte dazu: „Hier erklärt sich eine dem Humanismus und der Solidarität verpflichtete gesellschaftliche Organisation für nicht zuständig für das politische verursachte Leid einer gesellschaftlich schwächsten Gruppe und wirft ihr vor, sie würde ihn an der Arbeit hindern“.
Auch die Tarifeinheit war ein Thema, unter der Losung „Hände weg vom Streikrecht“, wozu einige Workshops eingerichtet wurden. Der Grundtenor bestand darin, dass die Bundesregierung ein Gesetz zur Tarifeinheit erlassen will. Dies wäre ein faktisches Streikverbot für kleinere Gewerkschaften, wie zum Beispiel, Cockpit für die PilotInnen oder die GDL für die LokführerInnen u.v.m. Unterm Strich würde dies für einige Betriebe bzw. Institutionen auch ein Streikverbot für ver.di bedeuten. Dies muss mit aller Macht verhindert werden. Man kann das nur begreifen, wenn man fragt, welche Interessen dahinterstehen. Dann stößt man auf neoliberale Eliten und globale FinanzmarktakteurInnen.
Sicher, die positive Stimmung in Hannover ändert nichts an der Tatsache, dass die Gewerkschaften an vielen Stellen zu schwach sind, weil sie dem Strukturwandel des Arbeitsmarktes in den letzten 25 Jahren zu träge gegenüber standen.

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