PEGIDA und Rassismus: Gefahr für das friedliche Zusammenleben!

Seit Wochen gehen bundesweit „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ auf die Straße. Es ist nicht neu, dass gegen AusländerInnen, Geflüchtete, MigrantInnen Demonstrationen organisiert werden. Neu ist nur, dass heute nicht nur Neonazis, sondern auch ganz normale BürgerInnen auf die Straße gehen. Diese neue spontane Bewegung sorgte in der Politik, in den Medien und auch in anderen Teilen der Gesellschaft für großes Unverständnis. Die Empörung war sehr groß!
„Man erntet was man sät!“
Was die unverantwortlichen PolitikerInnen und die großen Meinungsmacher-Medien gestern gesät haben, bekommen sie heute vorgeführt. Diejenigen, die gestern vom vollen Boot, von AusländerInnen, die unsere Kassen plündern, von integrationsunwilligen und kriminellen EinwandererInnen geredet haben, diejenigen, die unter dem Motto „Kinder statt Inder“ Unterschriften gesammelt haben, diejenigen, die EinwandererInnen für das Übel des kapitalistischen Systems verantwortlich gemacht haben, treten heute auf und sprechen ihre Empörung aus. Es gab sogar welche, die versucht haben, die unterentwickelten Gene der MuslimInnen wissenschaftlich zu beweisen!
Die Stärke der Herrschenden liegt in der Spaltung der Lohnabhängigen!
Dies ist eine bewusste uralte Politik der herrschenden Klasse, um die Lohnabhängigen von den eigentlichen Problemen abzulenken und den Zusammenhalt zwischen ihnen zu schwächen. Genau das macht heute die angeblich neue PEGIDA-Bewegung! Sie lenkt uns von den wirklichen Problemen ab, die Europäische Zentralbank (EZB) wirft den Finanzmonopolen (Finanzkapital) gerade eine Billion Euro in den Rachen, damit die Profite weiter üppig vermehrt werden können! Die Spannungen in der Ukraine und in Europa – die Entwicklungen im Süden – wachsen! Niedriglöhne, Entlassungen, befristete Arbeitsverträge, Leiharbeit, steigende Steuern, heran rollende Wirtschaftskrise, Armutsrenten, Bildungsmisere, Jugendarbeitslosigkeit, Waffen­export in konfliktreiche Regionen, Auslandeinsätze usw.
„Schwierig, schwierig, aber gibt es nicht die gefährlichen Ausländer?“ Das ist das Lied, das die herrschende Klasse gerne hört! Schlagt euch unten die Köpfe ein, dann können wir ungestört weiter herrschen und unsere Taschen füllen.
Wir lassen uns nicht spalten!
Wir müssen vor jeder Spaltungspolitik den Zusammenhalt durch gemeinsame Diskussionen stärken. Sozialabbau, Niedriglöhne, steigende Ausbeutung, Wohnungsnot und viele andere Probleme betreffen uns alle! Im Arbeitskampf und in anderen sozialen Kämpfen stehen wir, Einheimische und MigrantInnen, Christen, Moslems, Atheisten und Andere gemeinsam für unsere Interessen ein. Wir brauchen eine offene und solidarische Gesellschaft!
Dafür lohnt es zu kämpfen!

Erdoğan Kaya (Vertrauensmann, PR- und GPR-Mitglied)

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