Gewaechshaus_Botanischer_Garten_Berlin

Dankschreiben vom Botanischen Garten

Der Berliner Botanische Garten blickt auf eine über 100jährige Tradition zurück und gehört zu den bedeutendsten botanischen Anlagen der Welt. Rund 22.000 verschiedene Pflanzenarten werden hier auf 43 Hektar kultiviert, in den über 6.000 Quadratmeter großen Gewächshäusern können sich Besucher auf eine Reise um den Globus begeben, so grün, so friedlich, so ruhig! Dies ist jedoch nur der Eindruck, den die Besucher*Innen bekommen.

Weit schlechter sieht die Situation für die Beschäftigten der „Betriebsgesellschaft Botanischer Garten / Botanischer Museum“, einer 100%igen Tochtergesellschaft der Freien Universität Berlin, aus. Sie kämpfen für die gerechteste Sache aller lohnabhängig Beschäftigten, „Gleicher Lohn, für gleiche Arbeit“. Von sich aus sagen sich die Kolleg*Inne des Botanischen Gartens: „Wir wollen zudem langfristig die Arbeitsplätze erhalten und die Zukunft des Botanischen Gartens sichern. Außerdem wollen wir nicht, dass dieser schön angelegte Garten sich selbst überlassen wird, wir wollen mit unserer Arbeit diese Schönheit für die Berlinerinnen, Berliner und Besucher noch lange erhalten.

Deshalb kämpfen wir auch für den Erhalt unserer Arbeitsplätze und für einen guten angemessenen Lohn, der sich an andere Bereiche orientiert. Die Verantwortung hierfür tragen einzig und allein die vier Geschäftsführer, die für uns 70 Beschäftigten die volle Verantwortung tragen. Für diese Leute ist immer genug Geld vorhanden. Im Gegensatz wurde in den Jahren 2003 bis 2009 das Budget für eine ordentliche Gestaltung und Bezahlung der Beschäftigten kontinuierlich gekürzt. Somit wurden Ausgründungen in Tochtergesellschaften einerseits und andererseits in Servicegesellschaften in Größenordnungen betrieben. Reinigungskräfte wurden in Reinigungsservice umbenannt, mit der Folge des immer niedrigeren Lohnes. Selbiges geschah mit den anderen Berufsgruppen. Von einem monatlichen Gehalt von Brutto 1.100 Euro kann kein Mensch normal leben, darunter leidet auch die Lebensqualität eines jeden. Heißt im Klartext, Urlaub und ein gerechter Lohn sind Mangelerscheinungen.

Derzeit setzt die Leitung die Beschäftigten der Reinigung massiv unter Druck, in dem die Arbeiten nach Jahren des Lohndumping mittels Werkvertrag vergeben werden.

Wir fordern von unserem Arbeitgeber endlich mit Ver.di in Verhandlungen zu treten, für gleiche Löhne und Gehälter, sowie für den Erhalt unserer Arbeitsplätze!

Wir bedanken uns bei der Basisgruppe der BVG, ver.di aktiv, für die Soli-Besuche, sowie für die Möglichkeit, diese Zeilen zu veröffentlichen.

von Lukas Schmolzi

Bild: Pismire / Wikimedia Commons / Creative Commons

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