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Tarifrunde Öffentlicher Dienst: Für Sechs Prozent mehr Lohn!

von Erdoğan Kaya, Busfahrer

Die Bundestarifkommission hat sich am 18. Februar in Berlin mehrheitlich für folgende Forderungen entschieden: 6 Prozent mehr Lohn; 100 Euro mehr für die Auszubildenden und PraktikantInnen; verbindliche Übernahmeregelung für Auszubildende; Einschränkung befristeter Arbeitsverhältnisse; keine Absenkung der Zusatzversorgung (VBL). Der neue Tarifvertrag soll eine Laufzeit von einem Jahr haben. Das Ergebnis soll zeit- und wirkungsgleich auf die BeamtInnen des Bundes übertragen werden.

Mit diesen Forderungen werden die KollegInnen im Öffentlichen Dienst (2,14 Millionen Beschäftigten) in die Tarifauseinandersetzung mit dem Bund und dem Verband der kommunalen Arbeitgeber (VKA) eintreten.

„Weil es um mehr geht!“

Die KollegInnen im Öffentlichen Dienst leisten gute Arbeit. Der Sparwahn der letzten Jahre hat dazu geführt, dass es überall an Personal mangelt und viele Überstunden gemacht werden müssen. Deshalb sind ihre Forderungen mehr als berechtigt.

Geld ist genug da. Die Steuereinnahmen steigen seit 2009 kontinuierlich. Nach Schätzungen werden die Steuereinnahmen in den Jahren 2016 und 2017 insgesamt um 6,8 Prozent steigen. Deshalb muss gute Arbeit ordentlich bezahlt werden.

Gemeinsam für mehr Lohn!

Auch wir BVG-Beschäftigten befinden uns in Tarifverhandlungen. Der Kommunale Arbeitgeberverband (KAV) hat 2,5 Prozent angeboten. Das ist viel zu wenig für die geleistete gute Arbeit der KollegInnen bei der BVG!

Unsere Löhne liegen im Vergleich mit anderen Bundesländern am unteren Ende der Skala. Der Einstiegslohn für FahrerInnen bei der BVG liegt bei 1992 Euro, in Bayern bei 2530 Euro, in NRW bei 2260 Euro, in Sachsen-Anhalt bei 2072 Euro usw. Die große Frage steht im Raum: Wird es einen Tarifautomatismus von 2,5% geben. Werden die Löhne bei der BVG im Vergleich zum Bundesdurchschnitt weiter sinken?

Die KollegInnen bei der BVG leisten gute Arbeit. Diese Arbeit muss auch ordentlich bezahlt werden. Eine solidarische Verteilung des Angebotes von 2,5 Prozent für die unteren Lohngruppen kann die Differenz nicht decken. Wir dürfen uns von der gesamten Lohnentwicklung im Land nicht abhängen lassen.

Orientieren wir uns an den Forderungen des öffentlichen Dienstes und lassen die unteren Lohngruppen mehr an der Lohnerhöhung teilhaben!

Gemeinsam können wir es schaffen!

Der Kampf um gute Arbeit und gute Bezahlung muss gemeinsam geführt werden. Die Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst und bei der BVG laufen parallel. Dies bietet uns die Möglichkeit, zusammen zu kämpfen. Außerdem sind wir mit unseren Auszubildenden ein aktiver Teil des TV-ÖD. Gemeinsam sind wir stark! Unsere Auszubildenden fordern: 100 Euro mehr Lohn, 30 Urlaubstage im Jahr und Übernahme nach der Ausbildung.

Der erste Termin für eine gemeinsame Aktion steht schon fest. Am 21. März kommen die VerhandlungspartnerInnen in Potsdam zusammen. Zwei weitere Termine stehen ebenfalls fest: 11.-12. April und 28.-29. April.

Foto: Andreas Lehner / Flickr / Creative Commons

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