Kollege-Präsident

Kollege! Président?

Ein Arbeiter wie du und ich kandidiert für das Amt des Präsidenten? Geht das?

Klar geht das. Philippe Poutou, ein Arbeiter aus dem Ford-Werk in Blanquefort, geht gegen die großen Politiker*innen ins Rennen, wenn es diesen Monat darum geht, Präsident*in von Frankreich zu werden.

Im Zentrum stehen natürlich andere. Zu den aussichtsreichsten Kandidat*innen gehört die nationalistische Marine Le Pen. Ihr Programm sieht vor, die wöchentlichen Arbeitszeit für alle zu erhöhen und gegen homosexuelle, muslimische und allgemein „fremde” Menschen vorzugehen. Sie will „Frankreich” wieder „groß und stark”, also imperialistischer machen. Wie die meisten anderen Kandidat*innen hat sie ein Millionenvermögen und vertritt ein Programm, das vor allem den französischen Eliten zu Gute kommt, statt den Menschen im Land.

Darin unterscheidet sie sich nicht von ihrem wahrscheinlichen Gegner in der Stichwahl, Emmanuel Macron. Der Ex-Banker will eine enge Partnerschaft mit den deutschem Bossen. Darum lieben ihn deutsche Politiker*innen und Journalist*innen. Für Arbeiter*innen hat der elitäre Macron nichts übrig.

Kollege Philippe Poutou von der Neuen Antikapitalistischen Partei (NPA), kennt dagegen die alltäglichen Probleme der Bevölkerung nur allzu gut: Während die „fünf großen” Kandidat*innen in der ersten TV-Debatte ihre Phrasen austauschten, stand er mit seinen Kolleg*innen vor dem Werk im Streik gegen geplante Entlassungen. Er fordert das Verbot von Entlassungen und die Verteilung der vorhandenen Arbeit auf alle Schultern, um die Arbeitslosigkeit zu beseitigen. Mindestlohn und -Rente von 1700 Euro – auf Kosten der Konzernprofite! Er will ein Bündnis der europäischen Arbeiter*innen statt unsozialer EU. Eine unabhängige Arbeiterbewegung!

Bei der zweiten TV-Debatte mit allen Kandidat*innen, war er mit seinen klaren Ansagen einer der Hauptakteure…

#Poutou2017

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