Großer Bahnstreik gegen rechte Reform in Frankreich!

Ängstliche Bürokrat*innen: In Frankreich haben die im „Interfédérales“ zusammengeschlossenen Führungen der Bahn-Gewerkschaften Sud-Rail, CGT, CFDT und UNSA leider in einen Kompromiss mit der neoliberalen Regierung Macron eingewiligt. Damit steht der Kampf der Kolleg*innen von der französischen Bahn (SNCF) vor dem Ende. Besonders die Gewerkschaftbürokratie der wichtigen CGT hatte die schwache Taktik des „Kalenderstreiks“ verfolgt: 2 Tage Streik, 3 Tage Arbeit.

Jedoch haben insbesondere die Kolleg*innen von Paris-Nord den Kampf weiter vorangetrieben. In Versammlungen stimmten sie täglich über die 24stündige Verlängerung des Streiks ab, diskutierten mit allen Streikenden die Perspektiven des Kampfes, machten Aktionen und organisierten auch sogenannte „rencontres inter-gares“ („Bahnhofsübergreifende Versammlungen“) um viele hundert Aktive der verschiedenen Bereiche miteinander zu vernetzen.

Die sich dort immer wieder zeigende kämpferische Strömung konnte jedoch mit ihren Aktionen und Vorschlägen nicht genug Druck aufbauen, um noch größere Teile der Belegschaft zu aktivieren und so die Gewerkschaftsführungen auf einen konsequenten Kurs zu zwingen. Aber sie konnten den Widerstand gegen Macron nicht nur entscheidend stärken, sondern auch in vielen Bereichen eine Saat des Basisaktivismus und der demokratischen Selbstorganisation pflanzen, die für die Zukunft eine reiche Ernte verspricht.

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