Schluss mit TV-Niedriglohn!

Der Manteltarifvertrag muss gekündigt werden!

Vorschläge für die Manteltarifrunde 2018/19

Liebe Kolleg*innen,

Ende des Jahres 2018 läuft der Manteltarifvertrag aus. 2013 endete die letzte Manteltarifrunde (vor gut 5 Jahren!). Nun stehen wir vor der Gelegenheit, mit der Bereitschaft zu persönlichem Einsatz und etwas Kühnheit, eine ernsthafte Verbesserung unserer Löhne und Arbeitsbedingungen durchzusetzen. Diese Gelegenheit müssen wir ohne Frage ergreifen!

Mehr als ein Jahrzehnt nach Einführung des TV-N, haben sich die Zustände bei der BVG immer weiter verschlechtert. Es fehlt an Material und Personal. Auch der gewerkschaftliche Organisationsgrad hat einen krassen Niedergang erlebt. Der TV-N steht in den Köpfen vieler älterer Kolleg*innen für eine demütigende Niederlage und für Neubeschäftigte bedeutet er Niedriglohn und Ungerechtigkeit.

Wir denken, dass nun für uns als BVG-Belegschaft der Zeitpunkt gekommen ist, uns endlich aus der gebückten Haltung der Unterworfenen zum Befreiungsschlag aufzurichten.
Wir halten es für absolut notwendig, dass die Tarifkommission den Manteltarif Ende September kündigt und die Belegschaft auf den Kampf vorbereitet. Für Ziele, für die sich der Kampf lohnt.

Außerdem ist es unserer Meinung nach nötig, die Manteltarifrunde mit der Lohnrunde 2019 zusammenzuziehen.

Wir schlagen drei zentrale Slogans vor:

  • Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!
  • Ein Betrieb – eine Belegschaft!
  • Rettet unseren Nahverkehr!

Die wichtigsten Forderungen sind:

  • Anhebung der Löhne um den höchsten Sicherungs­betrag!
  • 36,5 Wochenstunden für Alle als ersten Schritt zur 30 Stunden-Woche in Deutschland!
  • Wiedereingliederung der Pausen in den bezahlten Arbeitstag!
  • Wiedereinführung des Urlaubsgelds
  • 30 Tage Urlaub für Alle!
  • Arbeitsplatz- und Lohnsicherung für Alle!
  • Schluss mit allen Befristungen! Gesetzlicher Kündigungsschutz für Alle!
  • Keine geteilten Dienste!
  • Unbefristete Übernahme aller Azubis!
  • Übernahme aller Beschäftigten, die täglich für die BVG arbeiten in die Belegschaft! Allen voran die BT-Fahrer*innen, aber auch Reiniger*innen usw. usf.
  • Abschaffung aller AT-Verträge und Bonuszahlungen. Tarifliche Eingruppierung aller Führungspositionen
  • Rückumwandlung der BVG in einen Eigenbetrieb Berlins
  • Ausfinanzierung der BVG aus Steuermitteln, möglicherweise mit ÖPNV-Steuer für große Unternehmen und Hotels. Kostenloser Nahverkehr für die Bevölkerung! Vorausschauende Entwicklung des ÖPNV unter Kontrolle der Beschäftigten, statt kurzsichtiger Lenkung durch Manager*innen und Politiker*innen.

Wir schlagen diese Forderungen vor, weil wir denken, dass wir so das Kräfteverhältnis im Betrieb und in der Stadt zu unseren Gunsten beeinflussen können. Natürlich denken wir nicht, dass diese Forderungen genial sind, sondern geben sie in die breite kollegiale Diskussion.

Wer kämpft kann verlieren –
aber auch viel gewinnen!
Basisgewerkschaftsgruppe ver.di aktiv

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