ein Betrieb - eine Belegschaft

Solidarität mit Lothar-Erich!

Ein Betrieb = eine Belegschaft!

Unser Kollege Lothar-Erich Kurth macht durch seinen Gerichtsprozess die Ungerechtigkeit bei der BVG öffentlich. Nachdem er einen Augeninfarkt erlitt und unverschuldet fahrdienstuntauglich wurde, hat man ihn vom Fahrer zum Bahnhofsbetreuer mit der Lohngruppe 2 gemacht.

Obwohl er seit dem Jahr 2000 mit BVG-Fahrzeugen Fahrgäste befördert, erst als Bus-, dann als Zugfahrer, weigert sich das BVG-Management, ihm den Lohnverlust auszugleichen. Stattdessen erklären die Verantwortlichen, dass für Lothar-Erich eine saftige Lohnkürzung sein müsse, weil er bis 2014 bei der hundertprozentigen BVG-Tochter BT gearbeitet hat. Bei Übernahme in die Stammbelegschaft hat man ihm zwar die BT-Jahre als Betriebszugehörigkeit angerechnet und hinsichtlich der „alltäglichen“ Folgen auch berücksichtigt. Aber im jetzigen Fall von Lohnerhalt besteht das Management plötzlich darauf: Wer zum Stichtag noch keine „Blaujacke“ war, ist es nicht wert, bei Schicksalsschlägen abgesichert zu sein. Genauso wenig, wie alle „Neubeschäftigen“ von uns.

Aber mit seiner Klage will Lothar-Erich auch den Skandal der Ungleichbehandlung überall in diesem Vorzeigebetrieb Berlins in die Öffentlichkeit bringen. Die Spaltung der Belegschaft in „BVGer*innen“ und „Fremdfirmen“-Kolleg*innen, v.a. „BTer*innen“. Die Spaltung in „Altbeschäftigte“ und „Neubeschäftigte“ und überhaupt die TV-Niedriglohn-Zustände. Nicht zuletzt rückt er auch die „Wertschätzung“ des Managements des „Top Employers“ für uns Arbeiter*innen ins Rampenlicht.

Bei der Verhandlung am 13. Juni entschied das Gericht erstmal doch für das Management. Es waren immerhin fast 20 Menschen solidarisch dabei, u.a. studentische Beschäftigte und Kolleg*innen von Vivantes. Lothar-Erich wird in die Berufung gehen. Wir werden diesen Termin nutzen, auf die unhaltbaren Zustände bei der BVG und unseren Kampf dagegen hinzuweisen.

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