Fünf Jahre aktiv

Nach fünf Jahren war es Zeit für ein neues Design. Auch Zeit für einen Rückblick: Wenn wir nicht nur unseren eigenen Geldbeutel anschauen, muss gesagt werden: Wir haben etwas erreicht.

Begonnen hat ver.di aktiv mit einer Rote-Karte-Aktion gegen die Befristungspraxis bei der BVG. Die Überschrift der ersten Ausgabe lautete: „Ackern in der Anstalt: Keine Befristungen!“ In der zweiten Ausgabe hieß es: „Befristete Verträge führen zu Mobbing!“ Außerdem: „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!“

Ein Umdenken fand innerhalb der BVG-Gewerkschaftsgruppen statt. So konnten wir in Ausgabe Nr. 6 von einem Teilerfolg berichten: Die Aussetzung der Befristungspraxis für zwei Jahre (jedoch nur im Fahrdienst).

Diese Zeitung hängt von eurer Unterstützung ab.

Deshalb ein Appell an alle: Schickt uns eure Meinungen, Statements oder auch nur einen Witz! Es gilt, die Losung in die Köpfe eines*r jeden zu integrieren: „Wer heute nicht für seine Rechte kämpft, wird morgen keine mehr besitzen.“

In keiner Zeitung darf Werbung fehlen – es kommt nur darauf an, für was. Unsere einzige Werbung bezog sich auf die Personalratswahlen mit einem immer wieder aktuellen Slogan: „Veränderung geht nur mit DIR!“ Das Aussetzen der Befristungspraxis hat gezeigt, dass dieser Slogan stimmt!

Die Großdemonstration #unteilbar am 13. Oktober hat das verdeutlicht: Eine Viertelmillion Menschen gingen auf die Straße gegen den Rechtsruck der Regierung, gegen das neue Polizeiaufgabengesetz, für faire Löhne, für bezahlbare Mieten, auch für die Verstaatlichung der Monopole, für den Schutz der Umwelt (gerade auch gegen die weitere Abholzung des Hambacher Waldes für die Braunkohle) und für viele andere Themen.

Kolleginnen und Kollegen: Auch innerhalb der BVG wird es Zeit, sich stärker zu den Themen bessere Arbeitsbedingungen und faire Löhne einzumischen! Wir sollten alle darüber nachdenken, was jede*r einzelne gestalten kann. Wie können wir sinnvolle Überlegungen in kräftige Aktionen münden lassen? Nicht das Motto: „Mach du mal“ ist von Bedeutung, sondern das Miteinander, das gemeinsame Handeln!

Packen wir es an!

Noch ein Wort zur finanziellen Seite der Zeitschrift aktiv: Diese wird ausschließlich durch Spenden finanziert, was in der Vergangenheit relativ gut gelungen ist. Jedoch ist auch ein Anspruch, dass wir einige Ausgaben vergrößern wollen bzw. einige Ausgaben im Jahr mehr herausbringen wollen. Wenn ihr wollt, dass es aktiv weiter gibt, dann solltet ihr überlegen, ob ihr nicht auch einen kleinen Obolus entrichten wollt. Selbst ein Euro oder zwei Euro von einer größeren Zahl von Kolleg*innen helfen uns weiter.

Es besteht ab sofort auch die Möglichkeit einer Überweisung. Machen wir gemeinsam die nächsten vier Monate zu den Spendenmonaten!

Spenden für Aktiv

Kennwort: AKTIVSPENDE
Inhaber: Wolfgang Wendt
IBAN: DE46 1005 0000 1064 7677 41

Ein Gedanke zu „Fünf Jahre aktiv

  1. Vielen Dank für die vielen guten Kommentare zum “PM Brief der Fahrer*innen”! Es ist deutlich zu lesen, dass es einigen Kolleg*innen sehr schwer fällt, vom jahrelangen Stellvertreter- Denken und Handeln weg zu kommen. Andre meint, wir sollen schreiben. Michael sagt, die Gewerkschaft soll uns vertreten, sowie hört euch um beim Fahrpersonal! Hallo! Verdi-aktiv sind in einigen Bereichen die Basis, sprich Fahrer*innen! Gdanitz ist der Meinung wir schreiben nur heiße Luft. Joachim ist der Meinung, die Gewerkschaft hat eine gewisse Schuld am jetzigen Zustand. Zu Recht! All das bestätigt meine ersten Satz. Weg vom Stellvertreterdenken und hin zum Handeln wäre, wenn sich Gdanitz mit Andre zusammen tun, um uns einen Artikel zuzusenden. Ich bin stolz, dass ich einer der Aktiven der BVG war, die versucht haben die Einführung des TV-N mit einer offenen Diskussionsrunde im Cafe Omayra zu Fall zu bringen. Jedoch war der Widerstand der Belegschaft zu gering. Ich bin wiederum stolz einer der Gründungsmitglieder von Verdi-aktiv zu sein, und mit Erfolg die seinerzeitige BVG-Befristungspraxis positiv geändert zu haben.
    Ein Kommentar von Andreas Hörath hat mir besonders gefallen, weil hier wirklich eine Idee dahinter steckt, die angegangen werden muss. Nun kann ich wieder stolz sein, dass dieser Gedanke im vergangenen Monat bereits aufgegriffen ist und ich von der ersten Stunde mit dabei. Wenn alle Kommendatoren von sich in etwa das gleiche sagen könnten, dann wären wir einen riesigen Schritt weiter. Nur so gelingt ein umdenken in Handlungen und letztlich auch Aktionen. Stellt euch vor, 50-60 Kolleg*innen mit einem Transparent vor der Hauptzentrale: “Gleicher Lohn für gleiche Arbeit! Wir sind ein Betrieb! “

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