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BVG, der „gute“ Arbeitgeber!

Von Wolfgang Wendt, ehemaliger Busfahrer bei der BVG

Viele Jahre sind ins Land gegangen, dass ein neu beschäftigter Kollege den Bus durch Berlin lenkt. Egal ob Doppeldecker, Schubgelenkbus oder Eindecker. In dieser Zeit gab es permanent Fahrpersonalmangel, also wird schon mal die eine oder andere Überstunde, sprich „Fahren auf Frei“ geleistet. Es geht ja um das reibungslose Funktionieren des Fahrdienstes. Dass es in Berlin nicht selten Baustellen, Umleitungen oder Feuerwehreinsätze gibt, sollte sich in den Etagen des Vorstandes und deren Handlangern langsam rumgesprochen haben. Die Folge sind Stau und Verspätungen fast rund um die Uhr.

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Wir haben den Kampf aus den Klinikmauern in die Stadt geholt!

Ein Interview mit Jörg Kwapis von den Bürgerbegehren “Gesunde Zukunft Potsdam” – von Lukas Schmolzi

Das Ernst-von-Bergmann-Klinikum in Potsdam ist auf bestem Weg als Vorzeigeprojekt neoliberaler Gewinnorientierung im Gesundheitswesen zu scheitern. Auf großem Druck der Öffentlichkeit beschloss Anfang Mai inmitten der Coronakrise die Stadtverordnetenversammlung auf Antrag der Fraktionen der Rathauskoalition, die Forderungen eines Bürgerbegehrens zu übernehmen und das Unternehmen anzuweisen, in den TVöD zurückzukehren. Bereits 2013 kam es zu Streiks bei den Beschäftigten der Krankenhausdiagnostik, die zum Zweck der Lohndrückerei in eine GmbH ausgegliedert wurden. Die jetzt getroffenen Rückführungsbeschlüsse lassen Beschäftigte in anderen ausgegliederten Betrieben aufhorchen. Wir wollten von Jörg Kwapis von “Gesunde Zukunft Potsdam” wissen, wie diese Erfolge erreicht werden konnten:

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Vereint gegen die Zerschlagung der S-Bahn

von Olaf, Beschäftigter bei der Vivantes Service GmbH (VSG) und Wolfgang, ehemaliger Busfahrer der BVG

Unter der Federführung der Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne) hat der Rot-Rot-grüne Senat von Berlin am 12. November 2019 ein Eckpunktepapier zur Vergabe der S-Bahn beschlossen. Damit droht die Privatisierung und Zerschlagung der S-Bahn-Berlin.

Deshalb trafen sich am 07. Februar 2020 ungefähr 40 aktive Gewerkschafter*innen aus verschiedenen Gewerkschaften, darunter die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Gewerkschaft der Lokführer (GdL), Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) und ver.di, darunter auch Studierende, die sich bei Fridays for Future engagieren.

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BlackRock enteignen! – Klima retten!

Von Lasse Reinboeng, Arbeiter an der Freien Universität

“Wir haben Geld wie Dreck. Es haben nur die falschen Leute.” Das ist ein Zitat von Heiner Geißler, der nicht während seiner gesamten politischen Karriere diese Meinung vertrat.

49 Prozent der CO2-Emissionen werden von den reichsten zehn Prozent der Weltbevölkerung verursacht. Man muss kein Wissenschaftler sein, um zu verstehen, dass sich durch eine höhere Besteuerung der übrigen 90 Prozent der Menschen, der CO2-Ausstoß nicht im gewünschten Maße und vor allem nicht sozial gerecht reduzieren lässt. Wer Gegenteiliges behauptet, hat entweder genug Geld oder möchte sich vielleicht nicht mit den Mächtigsten anlegen.

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Brand am Bahnhof Dahlem Dorf enthüllt erneut BVG-Missmanagement

Von Aimo Tügel, U-Bahnfahrer

Am Donnerstag herrschte Verkehrschaos in Dahlem. Ein nächtlicher Brand des mit Reet gedeckten Asia-Imbisses am U-Bhf. Dahlem Dorf brachte den Zugverkehr bis um 10:30 Uhr weitgehend zum Erliegen und löste ein Verkehrschaos aus – dessen Gründe allerdings tiefer liegen und zum Kern der Causa ÖPNV Berlin führen.

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Wombats vor Gericht: Solidarisch gegen Union Busting!

Aufruf zur solidarischen Begleitung der Verhandlungen vor dem Landesarbeitsgericht Berlin am Mittwoch, den 22. Mai, ab 10 Uhr in Raum 337.

Die Schließung des wombat’s Hostel Berlin wegen gewerkschaftlicher Aktivitäten seiner Belegschaft scheint von Seiten der Gesellschafter beschlossene Sache zu sein. Trotzdem versucht man die Betriebsratswahl vom Mai 2018 wiederholen zu lassen und zieht hierfür am kommenden Mittwoch vor das Berliner Landesarbeitsgericht.

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Die Vergesellschaftung des Wohnraums würde dem Klima helfen

Von Lasse Reinboeng, Arbeiter an der Freien Universität Berlin

Jeden Werktag machen sich in Berlin Hunderttausende Menschen quer durch die Stadt auf den Weg zur Arbeit. Ich hab Kolleg*innen, die jeden Tag 2 Stunden im Auto verbringen um zur Arbeit und wieder nach Hause zu kommen. Das produziert Tonnen an CO2. Viele prekär Beschäftigte müssen weit draußen wohnen, weil sie sich die Mieten in der Stadt nicht leisten können. Das gilt auch für die vielen Kolleg*innen an landeseigenen Krankenhäusern und Unternehmen.

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Wir müssen den Druck aufrechterhalten und gegenüber der Politik massiver werden!

von Wolfgang Wendt, Busfahrer, BVG

Der Bus-Streiktag am Freitag hat gezeigt, dass die Kampfbereitschaft da ist. Das spiegelte sich auch darin, dass die überbezahlte BVG-Chefin etwas nervös wirkte. Dennoch ist nicht zu übersehen, dass die Tatsachen, die wir an der Basis jeden Tag erleben, von den Bossen in keiner Weise ernstgenommen werden. In den Gesprächen auf den Höfen ging es um drei wesentliche Punkte:

1. Lohnhöhe bei Einstellung
2. Perspektivenentwicklung
3. Stressfaktor Arbeitszeit

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