Alle Beiträge von ver.di aktiv

Wir müssen den Druck aufrechterhalten und gegenüber der Politik massiver werden!

von Wolfgang Wendt, Busfahrer, BVG

Der Bus-Streiktag am Freitag hat gezeigt, dass die Kampfbereitschaft da ist. Das spiegelte sich auch darin, dass die überbezahlte BVG-Chefin etwas nervös wirkte. Dennoch ist nicht zu übersehen, dass die Tatsachen, die wir an der Basis jeden Tag erleben, von den Bossen in keiner Weise ernstgenommen werden. In den Gesprächen auf den Höfen ging es um drei wesentliche Punkte:

1. Lohnhöhe bei Einstellung
2. Perspektivenentwicklung
3. Stressfaktor Arbeitszeit

Wir müssen den Druck aufrechterhalten und gegenüber der Politik massiver werden! weiterlesen

BVG-Streik ist Klimastreik!

Gestern haben wir, Busfahrer*innen bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG), gestreikt. Heute streiken unzählige Schüler*innen auf der ganzen Welt für wirksamen Klimaschutz. Auch in Berlin findet ein Schulstreik #FridaysForFuture statt.

Auf dem ersten Blick mögen diese beiden Proteste nichts miteinander zu tun haben. Doch wir sagen: BVG-Streik ist Klimastreik! Klimastreik ist BVG-Streik!

Wir streiken für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen im größten Nahverkehrsunternehmen in Deutschland. Seit Jahren ist unser Betrieb kaputtgespart worden. Darunter leiden die Fahrgäste genauso wie wir Beschäftigte.

Um die drohende Klimakatastrophe noch abzuwenden, müssen wir den Ausstoß von CO2 schnell und radikal senken. Das beste Mittel dafür: Möglichst viele Menschen müssen von PKWs auf Busse, U-Bahnen und Straßenbahnen umsteigen. Doch das wird kaum gelingen, wenn die Züge wegen Personalmangels ständig ausfallen.

Wir würden auch weitergehen: Wir müssen den Nahverkehr deutlich ausbauen, und viel mehr Personal einstellen. Dafür braucht es auch ordentliche Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Wir brauchen einen kostenlosen öffentlichen Nahverkehr, finanziert durch die Besteuerung der Banken und Konzerne.

Das wäre etwas, was sich sofort machen ließe, um den CO2-Ausstoss sehr schnell zu verringern. Und dafür kämpfen wir mit unseren Streiks.

Wir schicken solidarische Grüße an die Schüler*Innen, die heute auf die Straße gehen. Wir freuen uns, dass sie das Kampfmittel des Streiks gewählt haben. Sie streiken für unsere Zukunft. Wir werden selbst auch dabei sein, sofern das unsere Schichten zulassen.

Solidaritätsdelegation zu den Streikenden der CPPZ

Derzeit befindet sich die CPPZ, ein ausgegliedertes Tochterunternehmen der Charité, im unbefristeten Streik. Grund ist die ungleiche Bezahlung von Alt- und Neubeschäftigten. Wer früher als Therapeut*in bei der Charite angefangen hat zu arbeiten, wird lediglich an das Tochterunternehmen „entliehen“, erhält damit den selben Lohn. Wer später dazugekommen ist, ist direkt bei der CPPZ angestellt und verdient einige hundert Euro weniger als die Kolleg*innen.
Solidaritätsdelegation zu den Streikenden der CPPZ weiterlesen