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Hinter verschlossenen Türen…

Gedanken zu den MANTELTARIFVERHANDLUNGEN bei der BVG/BT 2019

von Lothar-Erich Kurth

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Nach einer 3-monatigen Mitgliederbefragung 2018 waren im Wesentlichen vier Kernforderungen zum Tragen gekommen:

    Reduzierung der Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich auf 36,5 Stunden/Woche
Die Entgeltordnung reformieren und die Arbeitsplätze im ÖPNV deutlich aufwerten,
Weihnachtsgeld für alle ab dem ersten Jahr
Und die Erwartungshaltung an 500 € Urlaubsgeld für ver.di-Mitglieder

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PAKTMAN: Frist ist Frust!

Protestaktion des Bündnisses „Frist ist Frust“ mit über 100 Teilnehmer*innen vor dem Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung in Berlin

Am 02. Mai 2019 zwischen 13:30 und 15 Uhr versammelten sich über 100 Beschäftigte von Hochschulen und wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen vor dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Die Kampagne „Frist ist Frust“ wurde im März 2019 von den Gewerkschaften ver.di und GEW, sowie dem “Netzwerk für Gute Arbeit in der Wissenschaft” gegründet. Ziel der Kampagne ist, gegen die umfassende Befristung im akademischen Mittelbau vorzugehen.

Anlass des Protests war ein „Kamingespräch“, bei dem die Verantwortlichen der Länder letzte Vereinbarungen vor der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) am 3. Mai treffen wollten. Bund und Länder wollen den „Hochschulpaket“ verstetigen, damit sollen über zwei Milliarden Euro für das Hochschulsystem zur Verfügung gestellt werden.

Das wurde genutzt um für die Entfristung der Hochschulbeschäftigten zu demonstrieren, da u.a. 90% aller Stellen im akademischen „Mittelbau“ befristet sind, größtenteils mit einer Laufzeit von unter 2 Jahren, was eine gute Lebensplanung sowie fundierte Forschung und Ausbildung nahezu unmöglich macht oder zumindest massiv erschwert.

Redebeiträge kamen von Heike Kanter (Netzwerk für Gute Arbeit in der Wissenschaft), Mathias Neis (ver.di) und Laura Hassler (Studentische Beschäftigte).

 

Mehr auf der Website zur “Entfristungspakt 2019”-Kampagne.
Die Petition kann man hier unterzeichnen.

BVG: Manteltarifrunde beendet

Am gestrigen Donnerstag, dem 4. April 2019, kam es bei der fünften Verhandlungsrunde zu einer Einigung, die in den frühen Morgenstunden des heutigen Tages von der Tarifkommission von BVG und Berlin Transport GmbH beschlossen wurde. Bis Mitte Mai soll der neue BVG-Tarifvertrag unterschriftreif sein. Ein Mitgliederentscheid wurde nicht für angebracht gehalten.  BVG: Manteltarifrunde beendet weiterlesen

Solidarität von Verkehrsarbeiter*innen aus Israel

Anlässlich des heutigen Warnstreiks bei der BVG senden unsere Kolleg*innen von DAN, dem zweitgrößten israelischen Busunternehmen, und ihrer Gewerkschaft Koach la’Ovdim solidarische Grüße nach Berlin!

Auf ihren Schildern schreiben sie:
“Solidarität mit den Arbeiter*innen der BVG!”
und
“Alle Macht den Fahrer*innen!”

Die Grenze verläuft nicht zwischen den Völkern, sondern zwischen oben und unten!

BVG-Streik am Donnerstag!

Am Donnerstag, dem 14. März, werden in Berlin keine Busse fahren.

Das hat die ver.di Tarifkommission am heutigen Abend beschlossen. Nach dem ersten Warnstreik am 15. Februar, der einen halben Tag dauerte, hatten sich die Vertreter*innen der Gewerkschaft zwei mal mit BVG-Vorstand und Kommunalem Arbeitgeberverband (KAV) Berlin zusammengesetzt. Die Gegenseite hatte am letzten Mittwoch, dem 5. März, ein geradezu beleidigendes Angebot von einer Lohnerhöhung von 12% über fünf Jahre abgegeben, die Kernforderung der Gewerkschaft von einer Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich (Angleichung der “Neubeschäftigten” an die Wochenstunden der “Altbeschäftigten”) inklusive Bezahlung der Pausenanteile des Arbeitstages rundherum abgelehnt und darüber hinaus massive Verschlechterungen bei den Arbeitsbedingungen eingefordert.

Die Tarifkommission hatte sich in ihrer anschließenden Sitzung auf den heutigen Dienstag vertagt. Heute wurde nun beschlossen, auf die arrogante Stellungnahme der Gegenseite mit einem ganztägigen (ca. 03:30-22 Uhr), aber auf den Omnibusbereich begrenzten Streik am 14. März zu antworten.

Die ver.di-Tarifkommission muss für ihre zurückhaltende Linie einiges an Kritik einstecken. “Das ist krank!”, ist die erste Reaktion von U-Bahnfahrer Aimo Tügel, Mitglied bei ver.di aktiv, “Unsere Vertreterinnen und Vertreter werden von den millionenschweren Bossen verarscht, da muss man klare Kante zeigen! Das sogenannte Angebot ist ein schlechter Witz. Die Existenz der Gewerkschaft bei der BVG und das Funktionieren des Berliner Nahverkehrs stehen ernsthaft auf dem Spiel! Der rot-rot-grüne Senat muss seine Mismanager sofort zurückpfeifen und, als Verantwortlicher für die Misere, der Gewerkschaft ihre Kompromissforderungen erfüllen!”.

Die BVG’er*innen versuchen sich, wie jeden Tag, in Galgenhumor: “Beim nächsten Warnsreik streiken nur die BT’er”, meint ein Kollege, “Und beim nächsten Mal nur die Alleinerziehenden” kommt promt die augenzwinkernde Antwort. Trotz der an der Basis verbreiteten tiefen Enttäuschung über das zurückhaltende Vorgehen, sind wir uns vollkommen sicher, dass die Kolleg*innen im Busbereich dem Streikaufruf mit aller Energie und vereint folgen werden! “Es wird so gut wie keinen Streikbruch geben! Wir werden den Laden dicht machen, damit er nicht zusammenbricht”, versichert Wolfgang Wendt, Busfahrer und Mitglied bei ver.di aktiv.

Eine Stellungnahme der Basisgewerkschaftsgruppe folgt.