Archiv der Kategorie: Ausgabe 15

Solidarität von den studentischen Beschäftigten

Letztes Jahr haben wir über 40 Tage für einen neuen Tarifvertrag gestreikt – und gewonnen! Wir hatten seit 17 Jahren keine Lohnerhöhung beommen. Dabei wollten wir die Spaltungen zwischen den Beschäftigten an der Universität überwinden. Von Anfang an haben wir uns mit anderen Kämpfen solidarisiert. Denn wir wussten, dass wir eigentlich den selben Kampf führen: für unsere Interessen als Arbeiter*innen gegen die Regierung und Unternehmen.

– Yunus Özgür

Solidarität von der Vivantes Service GmbH (VSG)

Ich bin Beschäftigter der Vivantes-Tochter VSG. Mit großem Interesse verfolgen wir euren Kampf. Auch wir sind ein Zeichen der sinnlosen Sparwut in Berlin. In unserem 51-tägigen Streik waren offene, ehrliche Streikversammlungen hilfreich. Denn nur die betroffenen Mitglieder können und müssen über ihre Forderungen und deren Umsetzung entscheiden. Ich bin mir sicher, dass euer Kampf erfolgreich sein wird! Ihr seid die BVG! Nur ihr haltet den Laden überhaupt noch am Laufen!

– Mario Kunze

Reinigungskräfte in Solidarität

Ihr seid nicht allein! Auch die Kolleg*innen aus der Reinigung stehen solidarisch auf Eurer Seite. Unser Bereich ist seit langer Zeit ausgegliedert. Für uns bedeutet das, dass wir mit noch schlechteren Löhnen abgespeist werden. Der Tarifvertrag der Gebäudereiniger*innen bietet uns 10,50 Euro die Stunde für einen Knochenjob. Oft müssen wir in unserer unbezahlten Pausenzeit weiterarbeiten.

Diese Schweinerei findet unter der Obhut der BVG statt. Der BVG-Vorstand wäscht seine Hände in Unschuld, dabei ist er durch die Ausgliederung dafür verantwortlich. Die BVG versucht wieder einmal auf dem Rücken der Beschäftigten zu sparen.

Auch wir können heute während des Streiks nicht arbeiten, weil wir ohne die Fahrer*innen nicht zu den Bahnhöfen kommen. Dies soll uns als Urlaubstag angerechnet werden. Doch  alternativ könnte die Gewerkschaft zu einem Solidaritätsstreik in der Reinigung aufrufen.

Wir wollen mit euch Seite an Seite kämpfen – mit der Perspektive einer Wiedereingliederung der Reinigung. Lasst uns gemeinsam für gute Arbeitsbedingungen in der gesamten BVG kämpfen!

– Eine Reinigungskraft

Auf zum Warnstreik!

Freitag, Betriebsbeginn (ca. 3:30 Uhr) bis 12 Uhr
Kundgebung um 8:30 Uhr in der Holzmarktstraße

von Aimo Belling, Zugfahrer , und Wolfgang Wendt, Busfahrer

Am Freitag ist es so weit! Zum ersten Mal seit Jahren treten wir in den Warntreik! Da werden wir zeigen, dass wir mit unserer Arbeit die ganze Stadt am Laufen halten. Die BZ titelt schon: „Das Herz steht still.“

Der rot-rot-grüne Senat und das Abgeordnetenhaus von Berlin tragen hier die Verantwortung. Er entscheidet über den Nahverkehr. Ein CDU-SPD-Senat hat damals die Ausgründung der Fahrdiensttochter BT beschlossen. Ein SPD-Linkspartei-Senat hat den TV-Niedriglohn durchgesetzt.

Die Vorstände erzählen uns und der Öffentlichkeit eine Unwahrheit nach der nächsten. Jetzt erzählen diese „Führungskräfte“, es gäbe kein Geld für unsere Löhne. Die Vorstandsvorsitzende sackt sich für ihre Kaputtsparerei allerdings schonmal fast eine halbe Million Euro ein.

Die Forderungen sind mehr als berechtigt und bereits ein Kompromissangebot an Senat und Management.

Wir brauchen 36,5 Stunden für Alle (selbstredend bei vollem Lohnausgleich). Wir brauchen die Wieder-anerkennung der Pausen als Teil des bezahlten Arbeitstags. Wir brauchen höhere Löhne und eine Neuordnung der Lohntabelle. Schliesslich haben sich unsere Arbeitsbedingungen und Reallöhne massiv verschlechtert.

Das ist der Hauptgrund, weshalb der öffentliche Nahverkehr in Berlin kaputt geht. Auf zum Warnstreik! weiterlesen