Archiv der Kategorie: Gewerkschaft

Botanischer Garten im Klimastreik: „Für mich ist klar, dass wir selbst aktiv werden müssen.“

Die Belegschaft des Botanischen Garten, der zur FU Berlin gehört, sind in den vergangenen Jahren zu einem leuchtenden Beispiel für andere prekär Beschäftigte der Hauptstadt geworden. Denn einerseits haben sie 2017 mit zahlreichen Aktionen, Warnstreiks und viel Öffentlichkeitsarbeit die Rückführung der ausgelagerten Garten-Gesellschaft in die FU erreicht und damit ihre Löhne deutlich erhöht. Andererseits sind sie seitdem immer wieder als Unterstützer*innen anderer Arbeitskämpfe und Belegschaften in Erscheinung getreten – mit Grußbotschaften, Soli-Fotos oder der Teilnahme an Kundgebungen und Demonstrationen.

Am 20. September waren einige von ihnen auf der Großdemo zum Klimastreik. Wir haben mit der Gärtnerin Ivonne darüber gesprochen, wie es zur gemeinsamen Teilnahme zahlreicher Kolleg*innen an den Umweltprotesten kam und wie die Vorbereitung auf kommende Klimaproteste aussieht.

Botanischer Garten im Klimastreik: „Für mich ist klar, dass wir selbst aktiv werden müssen.“ weiterlesen

Workers for Future: Auf zum politischen Klimastreik am 20. September!

450 Gewerkschafter*innen beteiligen sich bereits an der Unterschriftensammlung: Für einen offiziellen Streikaufruf für den 20.9.! Eine Reaktion der Landes- und Bundesvorstände der Gewerkschaften blieb bis heute aus, jedoch halten wir unsere Forderung nach einem offiziellen Streikaufruf aufrecht und laden dazu ein, den Aufruf noch weiter zu verbreiten:

https://verdi-aktiv.de/2019/08/gewerkschafterinnen-fordern-fuer-einen-offiziellen-streikaufruf-fuer-den-20-9/

Nur wenn Schüler*innen, Studierende und Beschäftigte gemeinsam streiken ist der von den Jugendlichen eingeforderte Schulterschluss erreicht. Nur so kann wirklich energisch gehandelt werden! Wir nehmen ernst, dass der Klimawandel die Menschheit bedroht. Wir wollen uns als Arbeiter*innen am Kampf dagegen beteiligen!

Lasst uns deshalb den politischen Streik realisieren!

Die Haltung der Gewerkschaftsführungen bringt Arbeiter*innen, die am Klimastreik teilnehmen wollen, in eine schwierige Lage, weil es keinen offiziellen Streikaufruf gibt. Trotzdem suchen viele Belegschaften und Gewerkschaftsmitglieder nach Wegen, sich am Klimastreik zu beteiligen. Sie wollen also politisch streiken.

Um möglichst großen Druck auf die Führungen unserer Gewerkschaften auszuüben, rufen wir dazu auf, Betriebsgruppen und gewerkschaftliche Strukturen für einen politischen Streik zu gewinnen. In diesen Strukturen sollten demokratische Beschlüsse gefasst werden, die einen offiziellen Streikaufruf für den 20.09. oder für kommende Klimastreiks fordern.

Wir rufen alle Kolleg*innen und Belegschaften auf, alle Wege und Möglichkeiten zu nutzen, eine Beteiligung an den Demonstrationen zu ermöglichen, sei es durch Urlaub, Gleitzeit, Betriebs- und Personalversammlungen oder kollektive Arbeitsniederlegung.

Wir wissen, dass einige Kolleg*innen und Belegschaften an diesem Freitag eine kollektive Arbeitsniederlegung organisieren werden und begrüßen diesen großen Schritt. Es wird also am 20.09. politische Streiks geben!

Alle Belegschaften und Kolleg*innen, die sich, egal in welcher Form, an den Demonstrationen beteiligen wollen, sollten dies gemeinsam tun und dort sichtbare Blöcke bilden.

In Berlin und München wird es Treffpunkte unter dem Label “Workers for Future” geben:

Berlin: Workers for Future Berlin (im Care-Block) – Global Strike 20.09.
11:30 Uhr, Pariser Platz vor der französischen Botschaft (Wir schließen uns später dem Care-Block an)

München: 11:30 Uhr, Max-Mannheimer-Platz 1

Wenn weitere Treffpunkte in eurer Stadt organisiert werden, schreibt uns!

Für die Kolleg*innen und Belegschaften, die sich dazu entscheiden, sich am 20.09. in Form einer Arbeitsniederlegung zu beteiligen, verweisen wir auf das Flugblatt:

Rechtliche und praktische Hinweise zur Teilnahme an Versammlungen am 20. September 2019“.

Darin wird beschrieben, welche Möglichkeiten es gibt, arbeitsrechtliche Konsequenzen bei einer Arbeitsniederlegung zu minimieren, falls es am 20.09 immer noch keinen offiziellen Streikaufruf der Gewerkschaften geben sollte.

Wir rufen die Gewerkschaftsführungen und alle gewerkschaftlichen Gremien dazu auf, sämtliche Kolleg*innen zu schützen, die wegen ihrer Beteiligung am Klimastreik mit arbeitsrechtlichen Maßnahmen konfrontiert werden!

Eure Fragen:

Rechtsanwalt Benedikt Hopmann wird im Zeitraum bis 2 Stunden vor dem Beginn der Klimastreik-Demonstrationen und in der Woche danach weiterführende Fragen via Mail beantworten. Ihr erreicht ihn unter dieser Emailadresse: hopmann@kanzlei72a.de

Eure Berichte und Erfahrungen:

Für uns ist es wichtig zu erfahren, wie ihr den 20.09. erlebt habt, ob und in welcher Form ihr auf der Demonstration wart (in der Mittagspause, als Arbeitsniederlegung, im Block usw.). Über Emails mit Euren Eindrücken und  Bildern freuen wir uns sehr. Außerdem bitten wir euch herzlich, diese Erklärung an weitere Kolleg*innen und Betriebsgruppen weiterzuleiten.

Wir sehen uns am 20. September beim Klimastreik! 

Unterstützer*innen:
Kampagnen-Initiative “Auslagerung und Befristungen verbieten”
ver.di aktiv – Basisgewerkschaftsgruppe
Berliner Aktion gegen Arbeitgeberunrecht

 

Kontakt: outsourcingverbieten@gmail.com

20.9.: Klimastreik und soziale Frage verbinden!

Die Debatte über einen Klima-Generalstreik ist in vollem Gange. Dabei wird auch immer wieder gefragt, wofür überhaupt gestreikt werden soll. Klar ist: Damit die Gewerkschaften zum Streik aufrufen, muss auch ein großer Teil der Basis überzeugt werden. Zentrale Forderungen dafür sind eine radikale Arbeitszeitverkürzung und weitere soziale Forderungen.

von Robert Müller und Sören Luxbach

Nachdem Joko Winterscheid vorschlug, dass sich alle am Klimastreik beteiligen sollten und sogar ver.di-Chef Frank Bsirske dazu aufrief, „auszustempeln“, nimmt die Debatte über einen Klima-Generalstreik in Deutschland immer mehr Fahrt auf. Dabei drängt sich die berechtigte Frage auf, wofür denn überhaupt am 20. September gestreikt werden soll.

Klar ist, dass Appelle an die Gewerkschaftsführung, zum Streik aufzurufen, allein nicht genügen. Es muss einen ausreichenden Druck von breiten Teilen der Gewerkschaftsbasis für die Forderung nach einem Generalstreik geben. Es geht darum, die Basis der Arbeiter*innenbewegung für die Erkenntnis zu gewinnen, dass ein politischer Streik zur Durchsetzung einer ökologischen Transformation notwendig ist – und dass es im ureigenen Interesse der Arbeiter*innenbewegung ist, diesen Kampf auszufechten. Dafür braucht es soziale Forderungen, die mit den Forderungen zum Klimastreik verbunden werden müssen. Es ist eine wichtige Aufgabe der Linken, diese Verbindung herzustellen.

Struktur​wandel und Arbeits​zeit​verkürzung

Unter den zahlreichen konkreten und weitreichenden Forderungen, die wir aufstellen müssen, ist eine der wichtigsten eine radikale Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich. Diese würde sowohl uns Arbeiter*innen helfen, als auch dem Klima. Dafür sollten wir am 20. September auf die Straße gehen.

Schon vor mehr als 100 Jahren war die Forderung nach dem Achtstundentag eine populäre Forderung und wurde innerhalb der Oktoberrevolution 1918 in Deutschland erkämpft. Es war ein Zugeständnis der Sozialdemokratie an die revolutionären Massen. In Deutschland wurde die Forderung nach einer Arbeitszeitverkürzung – und zwar explizit im Kontext einer sozial-ökologischen Transformation der Gesellschaft – zuletzt erneut bei der #fairWandel-Kundgebung der IG Metall am Brandenburger Tor mit 40.000 Teilnehmenden sichtbar. In diesem Falle ging es um eine Angleichung der Arbeitszeit in Ost und West auf 35 Stunden. Im Ostteil Deutschlands wird nämlich in der Metall- und Elektrobranche bisher 38 Stunden gearbeitet. Eine Angleichung der Arbeitszeit würde demnach einer Arbeitszeitverkürzung gleichkommen.

Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber bei weitem noch nicht ausreichend. Denn obwohl die technische Entwicklung und damit auch die Arbeitsproduktivität in den letzten Jahrzehnten erhebliche Fortschritte gemacht hat, ist die Arbeitszeit seit den 1920er Jahren nahezu konstant geblieben. Dies bedeutet, dass heute eine sehr radikale Arbeitszeitverkürzung erreicht werden könnte. Und dies gilt selbst innerhalb der Grenzen der chaotischen und irrationalen Produktionsweise des Kapitalismus, in der alles auf die Anhäufung der Profite der Bosse ausgerichtet ist, statt auf die Bedürfnisse der breiten Massen. In einer demokratischen, sozialistischen Planwirtschaft würden darüber hinaus überflüssige wirtschaftliche Sektoren wegfallen und die viel diskutierte Digitalisierung und Automatisierung nicht verdeckte Schlagwörter für harte Angriffe auf die Arbeiter*innenklasse sein, sondern tatsächlich weniger Arbeit und mehr Freiheit bedeuten.

Die Steigerung der Arbeitsproduktivität der letzten Jahrzehnte vermehrte primär die Profite der weltweiten Klasse der Kapitalist*innen. Ein Teil der Arbeiter*innenklassen in den kapitalistischen Zentren wie in Deutschland wurde durch die Überschussprofite des Imperialismus mit einer relativen Verbesserung ihrer Lebensqualität abgespeist, während die breiten unterdrückten und arbeitenden Massen der Welt weiter in Armut und Krieg gezwungen sind. Die Folge ist also eine steigende soziale Ungleichheit – sie beträgt heute selbst allein in Deutschland so viel, wie zur Zeit des Kaiserreichs.

Eine umfassende Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich würde nicht nur den Massen ein besseres Leben ermöglichen, sie würde gleichzeitig die maßlose Naturzerstörung eindämmen. Angesichts der Notwendigkeit, dass in den zentralen kapitalistischen Ländern die Treibhausgasemissionen in den nächsten Jahren um circa 95 Prozent sinken müssen, müssen ganze verschmutzende Sektoren komplett herunter gefahren werden und nicht in allen Sektoren – wie im Bereich der Energieproduktion – entstehen viele neue Arbeitsplätze. Mit der berechtigten Angst der Kolleg*innen um ihren Lebensunterhalt machen reaktionäre Gewerkschaftsbürokratien wie die IG BCE Hand in Hand mit Konzernen wie RWE eine hetzerische Kampagne gegen den notwendigen Ausstieg aus der Kohlekraft. Aber zum Beispiel auch der individuelle Personenverkehr über private Autos wird noch drastisch sinken müssen. Dabei gibt es bereits jetzt eine sinkende Nachfrage bei Kraftfahrzeugen und Entlassungen in den Zulieferbetrieben der mächtigen deutschen Automobilwirtschaft.

Die Antwort auf diese Problematik ist eine doppelte: Zum Einen geht es natürlich darum, so viele Arbeitsplätze wie möglich durch eine radikale Umstrukturierung verschmutzender Wirtschaftssektoren hin zu emissionsarmen und erneuerbaren Energien und Produkten zu schaffen und zu retten, verbunden mit einer von den Bossen finanzierten Umschulung der betroffenen Kolleg*innen. Zum Anderen muss die Arbeitszeit radikal umverteilt werden: Im Kapitalismus arbeitet heute ein Teil der Menschen viel zu viel, viele Menschen können nicht so viel arbeiten wie sie müssten, um sicher zu überleben und eine große Masse der Menschen hat gar keine Arbeit. Einem Großteil der illegalisierten Menschen in Deutschland wird heute das Recht auf Arbeit verwehrt – die Gewerkschaften müssen sich für ihre entrechteten Kolleg*innen einsetzen und volle Staatsbürger*innenrechte für sie erkämpfen, auch das Recht auf Arbeit. Dabei sind viele von ihnen überhaupt erst aufgrund der durch den Imperialismus verursachten ökologischen Katastrophe in ihren Heimatländern hierher geflohen, wenn sie es denn lebend über die Grenzen geschafft haben.

So erhält die Forderung nach einer Verkürzung der Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich eine brandaktuelle Dimension, denn ohne sie ließe sich der Widerspruch nicht auflösen. So wird der notwendige wirtschaftliche Strukturwandel nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen. Auch dies war eine zentrale Forderung des #fairWandel Protests der IG Metall.

Ausbau der öffentlichen Daseins​vor​sorge

Die Reduktion der Arbeitszeit in Verbindung mit der Umverteilung der Arbeit ist angesichts der grassierenden Personalmangels in verschiedensten Bereichen der öffentlichen Daseinsvorsorge eine sinnvolle Forderung. Neben der katastrophalen Situation im Bereich der Pflege, die durch die massive Schaffung neuer Stellen bei gleichzeitiger Entzerrung (statt immer weiterer Verdichtung) der Arbeitsbelastung überwunden werden könnte, lässt sich gerade die dringend benötigte Verkehrswende – hin zu einem Ausbau des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs mit vielen hunderttausenden neuen Arbeitsplätzen – als zentrales Element des Klimaprotests verstehen.

An diesem Beispiel zeigt sich: Die Arbeitszeitverkürzung ist Teil eines umfassenden Strukturwandels, der nicht auf Kosten der Beschäftigten vonstatten gehen darf. Es stellt sich die Frage: In was für einer Welt wollen wir leben? Eine Welt, in der unsere Zeit und Arbeitskraft und alle natürlichen Ressourcen dem Profitinteresse einiger weniger kapitalistischer Großkonzerne unterworfen sind? Oder eine Welt, in der eine ausreichende öffentliche Infrastruktur für alle Bereiche der Daseinsvorsorge existiert, organisiert nach den Bedürfnissen der Nutzer*innen und der Beschäftigten?

Diese Frage ist besonders wichtig, weil sie den irrationalen Charakter des Kapitalismus besonders gut entlarvt und uns bildlich aufzeigt, wie viel besser es den breiten Massen an Menschen von heute auf morgen gehen könnte – und wie wir sofortige Schritte im Klimaschutz einleiten könnten. Mit der Perspektive einer nachhaltigen Wirtschaft im Interesse der großen Mehrheit der Menschheit geht so notwendigerweise die Überwindung kapitalistischer Marktmechanismen einher, durchgesetzt durch die Verstaatlichung aller Schlüsselzweige der Industrie, der Energie, des Handels und des Verkehrs, verwaltet durch die Beschäftigten selbst und demokratisch kontrolliert von den Nutzer*innen.

Die gemachten Vorschläge wären ein großer Angriff auf die aktuelle Art des Wirtschaftens. Von dieser profitiert nur eine kleine Minderheit, hingegen käme eine allgemeine Verkürzung der Arbeitszeit und eine Umorganisierung der Produktion der großen Mehrheit zugute. Wir alle würden von mehr Personal in der Pflege und im öffentlichen Nahverkehr profitieren und hätten alle mehr Zeit, um uns den schönen und angenehmen Dingen im Leben zu widmen. Daher lasst uns am 20. September diese alte Forderung der Arbeiter*innenbewegung aufgreifen und eine radikale Arbeitszeitverkürzung als Teil eines Strukturwandels im Sinne der großen Mehrheit der Bevölkerung fordern.

Dieser Artikel erschien zuerst bei Klasse gegen Klasse

Gewerkschafter*innen fordern: Für einen offiziellen Streikaufruf für den 20.9.!

Für den 20. September ruft Fridays for Future (FFF) zu einem “globalen Streik” unter dem Motto #AlleFürsKlima auf. Häufig fällt in dem Zusammenhang das Wort vom “Generalstreik für das Klima”. Als Gewerkschafter*innen begrüßen wir den Aufruf von FFF, dass sich die Gewerkschaften und alle Beschäftigten an den Klimastreiks beteiligen sollen.

  1. Der menschengemachte Klimawandel geht uns alle an: Wenn die aktuelle Wirtschaftsweise die Natur zerstört und im schlimmsten Fall große Teile der Erde unbewohnbar macht, ist es unsere Pflicht, gegen die Umweltzerstörung zu kämpfen und einen ökologischen Umbau zu fordern.
  2. Dieser ökologische Umbau darf nicht auf dem Rücken der Arbeiter*innen, der Jugend und der Rentner*innen vollzogen werden. Die größten Klimakiller sind große Industrie- und Handelskonzerne. Sie sollen die Hauptlast tragen. Ökologie und soziale Gerechtigkeit müssen Hand in Hand gehen und dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden.
  3. Wir begrüßen den Aufruf von FFF an die Gewerkschaften, weil wir der Meinung sind, dass die Arbeiter*innenbewegung ihre wichtigste Waffe – den Streik – in die Waagschale legen sollte, um die Umstrukturierung zu erzwingen.

Gewerkschafter*innen fordern: Für einen offiziellen Streikaufruf für den 20.9.! weiterlesen

Hinter verschlossenen Türen…

Gedanken zu den MANTELTARIFVERHANDLUNGEN bei der BVG/BT 2019

von Lothar-Erich Kurth

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Nach einer 3-monatigen Mitgliederbefragung 2018 waren im Wesentlichen vier Kernforderungen zum Tragen gekommen:

    Reduzierung der Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich auf 36,5 Stunden/Woche
Die Entgeltordnung reformieren und die Arbeitsplätze im ÖPNV deutlich aufwerten,
Weihnachtsgeld für alle ab dem ersten Jahr
Und die Erwartungshaltung an 500 € Urlaubsgeld für ver.di-Mitglieder

Hinter verschlossenen Türen… weiterlesen

Wombats vor Gericht: Solidarisch gegen Union Busting!

Aufruf zur solidarischen Begleitung der Verhandlungen vor dem Landesarbeitsgericht Berlin am Mittwoch, den 22. Mai, ab 10 Uhr in Raum 337.

Die Schließung des wombat’s Hostel Berlin wegen gewerkschaftlicher Aktivitäten seiner Belegschaft scheint von Seiten der Gesellschafter beschlossene Sache zu sein. Trotzdem versucht man die Betriebsratswahl vom Mai 2018 wiederholen zu lassen und zieht hierfür am kommenden Mittwoch vor das Berliner Landesarbeitsgericht.

Wombats vor Gericht: Solidarisch gegen Union Busting! weiterlesen

WOMBATS verteidigen!

Am Freitag, 17.Mai, um 16 Uhr, vor dem Wombat’s Hostel Berlin (Alte Schönhauser Str. 2).

DIE SCHLIESSUNG VERHINDERN!

Die Kolleg*innen des WOMBAT’S CITY HOSTEL in Berlin Mitte sind die ersten, die bei einem Hostel in Deutschland einen Betriebsrat gegründet und einen Tarifvertrag  erkämpft haben.

Die Bosse gehen mit dreckigen Methoden gegen die widerständige Belegschaft vor. Nun wollen sie verhindern, dass ihr Berliner Hostel zur Schule des Klassenkampfes in der florierenden Hostelindustrie wird: Während sie offen erklären, dass das Hostel höchstprofitabel ist und sie Millionengewinne einfahren, planen sie hastig die Schließung des Betriebs diesen August.

Der Plan ist klar: Das Hostel soll letztlich mit neuer Belegschaft später wiedereröffnet werden. Es geht ihnen nur darum, ein Exempel zu statuieren, dass die Bosse der Hostel-Branche eine uneingeschränkte Herrschaft über ihre Arbeiter*innen ausüben und deren Gewerkschaften und Betriebsräte wie Gutsherren in den Staub treten können.

Die Kolleg*innen fordern gegen diesen Akt ökonomischen Terrors die Enteignung der Eigentümer durch das Land Berlin und den Weiterbetrieb unter Selbstverwaltung. Vom WOMBAT’S HOSTEL BERLIN soll ein Signal an den expandierenden Sektor gehen. Eine Warnung an die Hostel-Bosse und eine Ermutigung der Hostel-Arbeiter*innen!

Dafür braucht es unsere gemeinsame Solidarität!

 

Kollektiv gegen Outsourcing

Von Lasse Reinboeng, Arbeiter an der Freien Universität Berlin

Am kommenden Dienstag findet eine Demonstration vor dem Wombats City Hostel in Berlin statt. Die Beschäftigten wehren sich gegen die Ausgliederung der Reinigungskräfte.

Rechtlich gesehen gibt es immer noch keine wirksamen Möglichkeiten gegen Outsourcing vorzugehen – trotz sozialdemokratischer Regierungsbeteiligung. Ausgliederung gilt nämlich als Teil der “unternehmerischen Freiheit”. Deswegen greifen die Beschäftigten auf bereichsübergreifenden Protest und Solidarität zurück.

Kollektiv gegen Outsourcing weiterlesen

Solidaritätsdelegation zu den Streikenden der CPPZ

Derzeit befindet sich die CPPZ, ein ausgegliedertes Tochterunternehmen der Charité, im unbefristeten Streik. Grund ist die ungleiche Bezahlung von Alt- und Neubeschäftigten. Wer früher als Therapeut*in bei der Charite angefangen hat zu arbeiten, wird lediglich an das Tochterunternehmen „entliehen“, erhält damit den selben Lohn. Wer später dazugekommen ist, ist direkt bei der CPPZ angestellt und verdient einige hundert Euro weniger als die Kolleg*innen.
Solidaritätsdelegation zu den Streikenden der CPPZ weiterlesen