Archiv der Kategorie: Gewerkschaft

Gewerkschafter*innen fordern: Für einen offiziellen Streikaufruf für den 20.9.!

Für den 20. September ruft Fridays for Future (FFF) zu einem “globalen Streik” unter dem Motto #AlleFürsKlima auf. Häufig fällt in dem Zusammenhang das Wort vom “Generalstreik für das Klima”. Als Gewerkschafter*innen begrüßen wir den Aufruf von FFF, dass sich die Gewerkschaften und alle Beschäftigten an den Klimastreiks beteiligen sollen.

  1. Der menschengemachte Klimawandel geht uns alle an: Wenn die aktuelle Wirtschaftsweise die Natur zerstört und im schlimmsten Fall große Teile der Erde unbewohnbar macht, ist es unsere Pflicht, gegen die Umweltzerstörung zu kämpfen und einen ökologischen Umbau zu fordern.
  2. Dieser ökologische Umbau darf nicht auf dem Rücken der Arbeiter*innen, der Jugend und der Rentner*innen vollzogen werden. Die größten Klimakiller sind große Industrie- und Handelskonzerne. Sie sollen die Hauptlast tragen. Ökologie und soziale Gerechtigkeit müssen Hand in Hand gehen und dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden.
  3. Wir begrüßen den Aufruf von FFF an die Gewerkschaften, weil wir der Meinung sind, dass die Arbeiter*innenbewegung ihre wichtigste Waffe – den Streik – in die Waagschale legen sollte, um die Umstrukturierung zu erzwingen.

Gewerkschafter*innen fordern: Für einen offiziellen Streikaufruf für den 20.9.! weiterlesen

Hinter verschlossenen Türen…

Gedanken zu den MANTELTARIFVERHANDLUNGEN bei der BVG/BT 2019

von Lothar-Erich Kurth

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Nach einer 3-monatigen Mitgliederbefragung 2018 waren im Wesentlichen vier Kernforderungen zum Tragen gekommen:

    Reduzierung der Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich auf 36,5 Stunden/Woche
Die Entgeltordnung reformieren und die Arbeitsplätze im ÖPNV deutlich aufwerten,
Weihnachtsgeld für alle ab dem ersten Jahr
Und die Erwartungshaltung an 500 € Urlaubsgeld für ver.di-Mitglieder

Hinter verschlossenen Türen… weiterlesen

Wombats vor Gericht: Solidarisch gegen Union Busting!

Aufruf zur solidarischen Begleitung der Verhandlungen vor dem Landesarbeitsgericht Berlin am Mittwoch, den 22. Mai, ab 10 Uhr in Raum 337.

Die Schließung des wombat’s Hostel Berlin wegen gewerkschaftlicher Aktivitäten seiner Belegschaft scheint von Seiten der Gesellschafter beschlossene Sache zu sein. Trotzdem versucht man die Betriebsratswahl vom Mai 2018 wiederholen zu lassen und zieht hierfür am kommenden Mittwoch vor das Berliner Landesarbeitsgericht.

Wombats vor Gericht: Solidarisch gegen Union Busting! weiterlesen

WOMBATS verteidigen!

Am Freitag, 17.Mai, um 16 Uhr, vor dem Wombat’s Hostel Berlin (Alte Schönhauser Str. 2).

DIE SCHLIESSUNG VERHINDERN!

Die Kolleg*innen des WOMBAT’S CITY HOSTEL in Berlin Mitte sind die ersten, die bei einem Hostel in Deutschland einen Betriebsrat gegründet und einen Tarifvertrag  erkämpft haben.

Die Bosse gehen mit dreckigen Methoden gegen die widerständige Belegschaft vor. Nun wollen sie verhindern, dass ihr Berliner Hostel zur Schule des Klassenkampfes in der florierenden Hostelindustrie wird: Während sie offen erklären, dass das Hostel höchstprofitabel ist und sie Millionengewinne einfahren, planen sie hastig die Schließung des Betriebs diesen August.

Der Plan ist klar: Das Hostel soll letztlich mit neuer Belegschaft später wiedereröffnet werden. Es geht ihnen nur darum, ein Exempel zu statuieren, dass die Bosse der Hostel-Branche eine uneingeschränkte Herrschaft über ihre Arbeiter*innen ausüben und deren Gewerkschaften und Betriebsräte wie Gutsherren in den Staub treten können.

Die Kolleg*innen fordern gegen diesen Akt ökonomischen Terrors die Enteignung der Eigentümer durch das Land Berlin und den Weiterbetrieb unter Selbstverwaltung. Vom WOMBAT’S HOSTEL BERLIN soll ein Signal an den expandierenden Sektor gehen. Eine Warnung an die Hostel-Bosse und eine Ermutigung der Hostel-Arbeiter*innen!

Dafür braucht es unsere gemeinsame Solidarität!

 

Kollektiv gegen Outsourcing

Von Lasse Reinboeng, Arbeiter an der Freien Universität Berlin

Am kommenden Dienstag findet eine Demonstration vor dem Wombats City Hostel in Berlin statt. Die Beschäftigten wehren sich gegen die Ausgliederung der Reinigungskräfte.

Rechtlich gesehen gibt es immer noch keine wirksamen Möglichkeiten gegen Outsourcing vorzugehen – trotz sozialdemokratischer Regierungsbeteiligung. Ausgliederung gilt nämlich als Teil der “unternehmerischen Freiheit”. Deswegen greifen die Beschäftigten auf bereichsübergreifenden Protest und Solidarität zurück.

Kollektiv gegen Outsourcing weiterlesen

Solidaritätsdelegation zu den Streikenden der CPPZ

Derzeit befindet sich die CPPZ, ein ausgegliedertes Tochterunternehmen der Charité, im unbefristeten Streik. Grund ist die ungleiche Bezahlung von Alt- und Neubeschäftigten. Wer früher als Therapeut*in bei der Charite angefangen hat zu arbeiten, wird lediglich an das Tochterunternehmen „entliehen“, erhält damit den selben Lohn. Wer später dazugekommen ist, ist direkt bei der CPPZ angestellt und verdient einige hundert Euro weniger als die Kolleg*innen.
Solidaritätsdelegation zu den Streikenden der CPPZ weiterlesen

Auswertung der diesjährigen Streikkonferenz vom 15.-17.02.2019 in Braunschweig

von Wolfgang Wendt, Busfahrer, BVG, Berlin

Es waren noch nie so viele Kolleginnen und Kollegen anwesend. Im Vorfeld wurde bereits die Anmeldeliste geschlossen. Die Marke 700 wurde deutlich übertroffen.

Diese Konferenz stand unter dem Motto:

„STREIKS AUSWERTEN, STRATEGIEN ENTWICKELN, POLITISCHER WERDEN“

Die Plenumsveranstaltungen wurden am Freitagabend und Sonntagmittag live vom großen in den kleinen Hörsaal übertragen, am Samstagvormittag zusätzlich in die Turnhalle. Auswertung der diesjährigen Streikkonferenz vom 15.-17.02.2019 in Braunschweig weiterlesen

TV-L 2019: Abschluss ablehnen und Forderungen durchsetzen!

Liebe Kolleg*innen im öffentlichen Dienst der Länder!

Das Ergebnis Eurer Tarifverhandlungen liegt jetzt auf dem Tisch. Entspricht das Euren Forderungen? Diese sind mit dem Abschluss überhaupt nicht erfüllt. Dafür wurde nicht mit vielen Zehntausenden gestreikt. Lasst Euch nicht damit abspeisen. Es muss endlich spürbar zu Verbesserungen der Arbeits- und Lebensbedingungen kommen und das kurzfristig! Deshalb schlagen wir Euch vor bei der Mitgliederbefragung mit Nein zu stimmen!

TV-L 2019: Abschluss ablehnen und Forderungen durchsetzen! weiterlesen

Hin zu politischen Streiks!

Neben der TV-L Runde stehen auch bei der BVG aktuell Tarifverhandlungen an. Am Dienstag sind bereits mehrere Tausend Erzieher*innen und Beschäftigte der Hochschulen in den Streik getreten. Auch bei der BVG brodelt es gewaltig unter den Kolleg*innen, sodass es auch dort demnächst zu Streiks kommen könnte. Doch damit diese Kämpfe erfolgreich sind, müssen sie zusammengeführt werden. Einerseits für mehr Lohn, für konkrete Verbesserungen unserer aktuellen Lebenssituation, andererseits müssen wir aber auch gegen eine Politik kämpfen, die seit Jahren Lohndumping, Outsourcing, Befristungen usw. ermöglichten.  In beiden Fällen gibt es permanente Zusammenhänge und Gemeinsamkeiten, diese äußern sich in der Tatsache, dass der Gleiche Senat die Finanzhoheit beider Seiten ausübt. Sparzwänge, die es gegeben hat, müssen gemeinsam angegangen und beseitigt werden, insbesondere die Frage warum wurde und wird gespart.  Gegen diese Politik müssen wir gemeinsam Stellung beziehen sowie  den Kampf für Veränderungen aufnehmen.  

Hin zu politischen Streiks! weiterlesen

Fünf Jahre aktiv

Nach fünf Jahren war es Zeit für ein neues Design. Auch Zeit für einen Rückblick: Wenn wir nicht nur unseren eigenen Geldbeutel anschauen, muss gesagt werden: Wir haben etwas erreicht.

Begonnen hat ver.di aktiv mit einer Rote-Karte-Aktion gegen die Befristungspraxis bei der BVG. Die Überschrift der ersten Ausgabe lautete: „Ackern in der Anstalt: Keine Befristungen!“ In der zweiten Ausgabe hieß es: „Befristete Verträge führen zu Mobbing!“ Außerdem: „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!“

Ein Umdenken fand innerhalb der BVG-Gewerkschaftsgruppen statt. So konnten wir in Ausgabe Nr. 6 von einem Teilerfolg berichten: Die Aussetzung der Befristungspraxis für zwei Jahre (jedoch nur im Fahrdienst).

Diese Zeitung hängt von eurer Unterstützung ab.

Deshalb ein Appell an alle: Schickt uns eure Meinungen, Statements oder auch nur einen Witz! Es gilt, die Losung in die Köpfe eines*r jeden zu integrieren: „Wer heute nicht für seine Rechte kämpft, wird morgen keine mehr besitzen.“

In keiner Zeitung darf Werbung fehlen – es kommt nur darauf an, für was. Unsere einzige Werbung bezog sich auf die Personalratswahlen mit einem immer wieder aktuellen Slogan: „Veränderung geht nur mit DIR!“ Das Aussetzen der Befristungspraxis hat gezeigt, dass dieser Slogan stimmt!

Die Großdemonstration #unteilbar am 13. Oktober hat das verdeutlicht: Eine Viertelmillion Menschen gingen auf die Straße gegen den Rechtsruck der Regierung, gegen das neue Polizeiaufgabengesetz, für faire Löhne, für bezahlbare Mieten, auch für die Verstaatlichung der Monopole, für den Schutz der Umwelt (gerade auch gegen die weitere Abholzung des Hambacher Waldes für die Braunkohle) und für viele andere Themen.

Kolleginnen und Kollegen: Auch innerhalb der BVG wird es Zeit, sich stärker zu den Themen bessere Arbeitsbedingungen und faire Löhne einzumischen! Wir sollten alle darüber nachdenken, was jede*r einzelne gestalten kann. Wie können wir sinnvolle Überlegungen in kräftige Aktionen münden lassen? Nicht das Motto: „Mach du mal“ ist von Bedeutung, sondern das Miteinander, das gemeinsame Handeln!

Packen wir es an!

Noch ein Wort zur finanziellen Seite der Zeitschrift aktiv: Diese wird ausschließlich durch Spenden finanziert, was in der Vergangenheit relativ gut gelungen ist. Jedoch ist auch ein Anspruch, dass wir einige Ausgaben vergrößern wollen bzw. einige Ausgaben im Jahr mehr herausbringen wollen. Wenn ihr wollt, dass es aktiv weiter gibt, dann solltet ihr überlegen, ob ihr nicht auch einen kleinen Obolus entrichten wollt. Selbst ein Euro oder zwei Euro von einer größeren Zahl von Kolleg*innen helfen uns weiter.

Es besteht ab sofort auch die Möglichkeit einer Überweisung. Machen wir gemeinsam die nächsten vier Monate zu den Spendenmonaten!

Spenden für Aktiv

Kennwort: AKTIVSPENDE
Inhaber: Wolfgang Wendt
IBAN: DE46 1005 0000 1064 7677 41