Großer Bahnstreik gegen rechte Reform in Frankreich!

Ängstliche Bürokrat*innen: In Frankreich haben die im „Interfédérales“ zusammengeschlossenen Führungen der Bahn-Gewerkschaften Sud-Rail, CGT, CFDT und UNSA leider in einen Kompromiss mit der neoliberalen Regierung Macron eingewiligt. Damit steht der Kampf der Kolleg*innen von der französischen Bahn (SNCF) vor dem Ende. Besonders die Gewerkschaftbürokratie der wichtigen CGT hatte die schwache Taktik des „Kalenderstreiks“ verfolgt: 2 Tage Streik, 3 Tage Arbeit.

Jedoch haben insbesondere die Kolleg*innen von Paris-Nord den Kampf weiter vorangetrieben. In Versammlungen stimmten sie täglich über die 24stündige Verlängerung des Streiks ab, diskutierten mit allen Streikenden die Perspektiven des Kampfes, machten Aktionen und organisierten auch sogenannte „rencontres inter-gares“ („Bahnhofsübergreifende Versammlungen“) um viele hundert Aktive der verschiedenen Bereiche miteinander zu vernetzen.

Die sich dort immer wieder zeigende kämpferische Strömung konnte jedoch mit ihren Aktionen und Vorschlägen nicht genug Druck aufbauen, um noch größere Teile der Belegschaft zu aktivieren und so die Gewerkschaftsführungen auf einen konsequenten Kurs zu zwingen. Aber sie konnten den Widerstand gegen Macron nicht nur entscheidend stärken, sondern auch in vielen Bereichen eine Saat des Basisaktivismus und der demokratischen Selbstorganisation pflanzen, die für die Zukunft eine reiche Ernte verspricht.

VL-Wahlen vorbei

Vertrauensleute-Wahl

Normalerweise alle vier Jahre wählen die ver.di-Mitglieder unter sich die Vertrauensleute (VL). Die Vertrauensleute der verschiedenen Dienststellen wählen unter sich Vertreter*innen in den BVG/BT-Betriebsgruppenvorstand, in die mächtige Tarifkommission.

Dieses Jahr waren wieder VL-Wahlen. Da viele kritische Kolleg*innen keine ver.di-Mitglieder sind, haben sich die Mehrheitsverhältnisse insgesamt nicht wahnsinnig verändern können. Aber die ver.di-Mitglieder von VBO-Süd haben einen ersten Schritt gemacht und für eine neue Mehrheit gesorgt. Diese VLV mit vielen neuen Aktiven hat sich einen kämpferischen Kurs mit einer aktiven Basis zum Ziel gesetzt.

Aber auch in anderen Bereichen gibt es Vertrauensleute, die mit dem bisherigen Kurs der bürokratischen Routine und dem frommen Glauben an eine Sozialpartnerschaft mit dem Management endlich Schluss machen wollen. Je mehr mutige Aktivität sich an der Basis entfaltet, desto eher können die mutigen Tendenzen sich entfalten.
Es gilt also wie immer: Veränderung geht nur mit Dir!

Lohnrunde 2018 vorbei

75 Bruttoeuro für die Lohngruppen 1-7 und 70 Bruttoeuro für die Lohngruppen 8-15. Wir sagen: Da ist Nachholbedarf! Angesichts der Preise ist das ein Tropfen auf den glutheißen Stein!

Positive Entwicklungen müssen trotzdem herausgestrichen werden: Eine Festgeldforderung von 100 Bruttoeuro Lohnerhöhung ist besser als eine Prozentforderung, die die Niedriglöhner*innen auch mit der niedrigsten Lohnerhöhung abspeist.
Das war nicht ohne Druck möglich. Zwei Aktionen wurden organisiert. Am 28. Mai eine Protestaktion vor dem KAV und am 31. Mai eine Flyer-Verteilaktion von Bereichen Nord und Süd, wo der Vorstand und der Chef vom Busbereich richtig unter Druck standen.

Schon in den letzten Jahren waren die ausgehandelten Lohnerhöhungen völlig ungenügend. Es ist wichtig, die nächste  Lohnrunde 2019 mit der Manteltarifrunde zu verbinden und einen rundum verbesserten Tarif bei der BVG zu erkämpfen!

Befristungen wieder da!

In der ersten Ausgabe von aktiv (2014) titelten wir „Keine Befristungen!“ Da hieß es noch von der Funktionär*innen-Mehrheit: Sachgrundlose Befristungen wären halt gesetzlich erlaubt, da könne man leider nichts machen. Die Kolleg*innen von VBO-Süd zeigten bei einer Aktion auf der Personalversammlung 2013 der Befristungspraxis die rote Karte.

Nachdem die Funktionär*innen-Mehrheit die Befristungen doch zum Thema gemacht hatte, entschied der BVG-Vorstand vor etwa zweieinhalb Jahren, sachgrundlose Befristungen für zwei Jahre auszusetzen – allerdings exklusiv für BVG-fahrer*innen. Alle anderen konnten auch weiterhin durch befristete Arbeitsverträge entrechtet werden.  Weiterlesen

Ein Treffen von der Offenen Liste und ver.di aktiv

Liebe Kollegin und lieber Kollege,

hiermit laden wir DICH zu unserem nächsten Treffen herzlich ein. Unsere Treffen sind offen für alle. JEDE/R ist willkommen.

Das Treffen findet am 22. Dezember 2017 um 18:00 Uhr in der Mediengalerie statt. Ort: Dudenstr. 10, 10965 Berlin, Verkehrsverbindung: U Bahn Platz der Luftbrücke, Bus: 104

Wir schlagen folgende Themenpunkte vor:

  • Vertrauensleutewahl – Was ist das?
  • Aktuelle Arbeitskämpfe
  • Verschiedenes
  • Film „Brot und Rosen“

Mit kollegialen Grüßen,
Erdogan Kaya
i.A. der ver.diaktiv
Gruppe bei der BVG Berlin

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Siemens: Widerstand gegen Entlassungen!

Nach der Ankündigung der Geschäftsführung, tausende Stellen in Deutschland streichen zu wollen, haben bereits am Freitag an vielen Standorten Siemens-Beschäftigte gegen die Kürzungen protestiert. Weitere Aktionen sind angekündigt – auch in Berlin.

Die erste Ankündigung von Konzern-Chef Joe Kaeser gab es stilecht im Manager Magazin Ende Oktober. Es dauerte noch ein paar Wochen bis auch die Betroffenen am Donnerstag offiziell darüber informiert wurden, was sie erwartet: International will Siemens 6900 Arbeitsplätze in der Energie-Sparte abbauen, davon mehr als 3000 in Deutschland. Werke in Görlitz und Leipzig sollen geschlossen werden. Allein davon sind rund 900 Kolleg*innen betroffen. Ein Werk in Erfurt soll verkauft werden, ein anderes in Offenbach ist von der Schließung bedroht.

Die meisten Jobs werden in Berlin gestrichen, wo gleich zwei Standorte betroffen sind: Beim Dynamowerk in Siemensstadt sollen 570 Stellen gestrichen werden und bis zu 300 Beschäftigte könnten im Gasturbinenwerk in Moabit ihren Job verlieren.

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Du hast die Wahl:

GEMEINSAM FÜR EIN BESSERES LEBEN KÄMPFEN

Wer AfD wählt, baut mit am Faschismus
Wer einen Kurswechsel will, wird solidarisch aktiv

Morgen finden Bundestagswahlen statt. Laut den letzten Umfragen werden 55% der Wähler*innen eine der beiden Regierungsparteien wählen. Und jede*r zehnte Wahlteilnehmer*in wird wahrscheinlich die nationalistische AfD wählen und damit ausgemachten Faschist*innen zu viel Geld und Ressourcen verhelfen. Ein ernstes Drama. Weiterlesen

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Urlaub!!

Die Haupturlaubszeit ist schon längst angebrochen. Ob in Spanien, Italien, Balkonien, Gardenien oder woanders. Jede*r Arbeiter*in braucht eine angemessene Pause, um sich vom Alltag der Arbeit zu erholen. Dafür gibt der bundesrepublikanische Gesetzgeber mindestens 18 Tage vor, viele Tarifverträge bieten jedoch etwas mehr. Bei der BVG sind dies zwischen 28 und 30 Tage.

Leider bekommen in Deutschland nur noch etwa 42 % aller Beschäftigten Urlaubsgeld. 2013 waren es 47 Prozent. Unter den Arbeiter*innen mit Tarifvertrag sind es rund 60%. In der Verkehrsbranche sind es noch die Hälfte der Beschäftigten, die ein Urlaubsgeld bekommen. Weiterlesen

Ergebnis der Online-Umfrage: 80% negativ

Danke an alle, die sich an unserer kurzen Umfrage beteiligten! Dies waren sage und schreibe 275. Davon über 87% Fahrer*innen, aber auch aus anderen Bereichen.

Bewertung-Lohnrunde17

Bewertung-Lohnrunde17-Tabelle

Einen Kampf für die Erhöhung der Bruttolöhne auf halbwegs rentensichernde 2600 Euro hatten wir von der Basisgewerkschaftsgruppe ver.di aktiv gefordert. Die gewählten ver.di Vertrauensleute haben bei der Vertrauensleute-Vollversammlung aber mit großer Mehrheit beschlossen, die (auf Grundlage des Zusatz-Tarifvertrags von 2013) angebotenen 2,5% zu akzeptieren, allerdings solle noch etwas dazukommen. 2,5% + X war die Formel.

Am Ende standen nun 2,5 % Lohnerhöhung für Alle (d.h. bei Fahrer*innen ca. 51,06 EUR brutto) und ein etwas kompliziertes Plus für alle Neubeschäftigten der Lohngruppen 1-6: Für diese Kolleg*innen wird der nächste Stufenanstieg innerhalb der Lohngruppe (regulär alle vier Jahre) einmalig um 12 Monate verkürzt.

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