Solidarität von den studentischen Beschäftigten

Letztes Jahr haben wir über 40 Tage für einen neuen Tarifvertrag gestreikt – und gewonnen! Wir hatten seit 17 Jahren keine Lohnerhöhung beommen. Dabei wollten wir die Spaltungen zwischen den Beschäftigten an der Universität überwinden. Von Anfang an haben wir uns mit anderen Kämpfen solidarisiert. Denn wir wussten, dass wir eigentlich den selben Kampf führen: für unsere Interessen als Arbeiter*innen gegen die Regierung und Unternehmen.

– Yunus Özgür

Solidarität von der Vivantes Service GmbH (VSG)

Ich bin Beschäftigter der Vivantes-Tochter VSG. Mit großem Interesse verfolgen wir euren Kampf. Auch wir sind ein Zeichen der sinnlosen Sparwut in Berlin. In unserem 51-tägigen Streik waren offene, ehrliche Streikversammlungen hilfreich. Denn nur die betroffenen Mitglieder können und müssen über ihre Forderungen und deren Umsetzung entscheiden. Ich bin mir sicher, dass euer Kampf erfolgreich sein wird! Ihr seid die BVG! Nur ihr haltet den Laden überhaupt noch am Laufen!

– Mario Kunze

Solidarität der IG BAU!

Die IG BAU, die bei der BVG die ausgegliederten Kolleg*innen der Reinigung organisiert, solidarisiert sich mit dem Arbeitskampf bei der BVG!

Die IG BAU unterstützt die Forderungen der Beschäftigten der BVG/BT nach einer gerechteren Arbeitszeit.

Reinigungskräfte der U-Bahn sowie Ulrike Laux, Bundesvorstandsmitglied und Niko Landgraf, Regionalleiter der IG BAU Berlin-Brandenburg erklären sich mit den Kolleginnen und Kollegen der BVG und BT solidarisch.

Viel Erfolg in den Tarifverhandlungen und den anstehenden Arbeitskampf wünscht die IG BAU!

Reinigungskräfte in Solidarität

Ihr seid nicht allein! Auch die Kolleg*innen aus der Reinigung stehen solidarisch auf Eurer Seite. Unser Bereich ist seit langer Zeit ausgegliedert. Für uns bedeutet das, dass wir mit noch schlechteren Löhnen abgespeist werden. Der Tarifvertrag der Gebäudereiniger*innen bietet uns 10,50 Euro die Stunde für einen Knochenjob. Oft müssen wir in unserer unbezahlten Pausenzeit weiterarbeiten.

Diese Schweinerei findet unter der Obhut der BVG statt. Der BVG-Vorstand wäscht seine Hände in Unschuld, dabei ist er durch die Ausgliederung dafür verantwortlich. Die BVG versucht wieder einmal auf dem Rücken der Beschäftigten zu sparen.

Auch wir können heute während des Streiks nicht arbeiten, weil wir ohne die Fahrer*innen nicht zu den Bahnhöfen kommen. Dies soll uns als Urlaubstag angerechnet werden. Doch  alternativ könnte die Gewerkschaft zu einem Solidaritätsstreik in der Reinigung aufrufen.

Wir wollen mit euch Seite an Seite kämpfen – mit der Perspektive einer Wiedereingliederung der Reinigung. Lasst uns gemeinsam für gute Arbeitsbedingungen in der gesamten BVG kämpfen!

– Eine Reinigungskraft

Auf zum Warnstreik!

Freitag, Betriebsbeginn (ca. 3:30 Uhr) bis 12 Uhr
Kundgebung um 8:30 Uhr in der Holzmarktstraße

von Aimo Belling, Zugfahrer , und Wolfgang Wendt, Busfahrer

Am Freitag ist es so weit! Zum ersten Mal seit Jahren treten wir in den Warntreik! Da werden wir zeigen, dass wir mit unserer Arbeit die ganze Stadt am Laufen halten. Die BZ titelt schon: „Das Herz steht still.“

Der rot-rot-grüne Senat und das Abgeordnetenhaus von Berlin tragen hier die Verantwortung. Er entscheidet über den Nahverkehr. Ein CDU-SPD-Senat hat damals die Ausgründung der Fahrdiensttochter BT beschlossen. Ein SPD-Linkspartei-Senat hat den TV-Niedriglohn durchgesetzt.

Die Vorstände erzählen uns und der Öffentlichkeit eine Unwahrheit nach der nächsten. Jetzt erzählen diese „Führungskräfte“, es gäbe kein Geld für unsere Löhne. Die Vorstandsvorsitzende sackt sich für ihre Kaputtsparerei allerdings schonmal fast eine halbe Million Euro ein.

Die Forderungen sind mehr als berechtigt und bereits ein Kompromissangebot an Senat und Management.

Wir brauchen 36,5 Stunden für Alle (selbstredend bei vollem Lohnausgleich). Wir brauchen die Wieder-anerkennung der Pausen als Teil des bezahlten Arbeitstags. Wir brauchen höhere Löhne und eine Neuordnung der Lohntabelle. Schliesslich haben sich unsere Arbeitsbedingungen und Reallöhne massiv verschlechtert.

Das ist der Hauptgrund, weshalb der öffentliche Nahverkehr in Berlin kaputt geht. Auf zum Warnstreik! weiterlesen

BVG-Management geht aggressiv gegen Verkehrsarbeiter*innen vor

Alle in den Warnstreik am Freitag, den 15.02.!

Notdienstvereinbarung mit ver.di spontan abgesagt, Führungskräfte mit dreisten Methoden

Im Bruch bisheriger Vereinbarungen, hat sich die BVG-Führung in einem plötzlichen politischen Schwenk gestern nachmittag entschlossen, die Fahrer*innen und anderen BVG/BT-Beschäftigten frontal anzugreifen und das Streikrecht zu bekämpfen, indem massiv zu Streikbruch gedrängt wird. Ziel ist es, den vom Senat vorgegebenen Kaputtsparkurs mit allen Mitteln zu verteidigen. Um Beschäftigte und Fahrgäste geht es dem Management schon lange nicht mehr.

Seit am Montag die Verhandlungsrunde ergebnislos endete, weil das im Auftrag des Berliner Senats tätige Management weder die finanzielle noch die persönliche Kompetenz besitzt, um der bescheidenen Tarifkomission auch nur entgegenzukommen, ist ein Warnstreik die notwendige Konsequenz.

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Hin zu politischen Streiks!

Neben der TV-L Runde stehen auch bei der BVG aktuell Tarifverhandlungen an. Am Dienstag sind bereits mehrere Tausend Erzieher*innen und Beschäftigte der Hochschulen in den Streik getreten. Auch bei der BVG brodelt es gewaltig unter den Kolleg*innen, sodass es auch dort demnächst zu Streiks kommen könnte. Doch damit diese Kämpfe erfolgreich sind, müssen sie zusammengeführt werden. Einerseits für mehr Lohn, für konkrete Verbesserungen unserer aktuellen Lebenssituation, andererseits müssen wir aber auch gegen eine Politik kämpfen, die seit Jahren Lohndumping, Outsourcing, Befristungen usw. ermöglichten.  In beiden Fällen gibt es permanente Zusammenhänge und Gemeinsamkeiten, diese äußern sich in der Tatsache, dass der Gleiche Senat die Finanzhoheit beider Seiten ausübt. Sparzwänge, die es gegeben hat, müssen gemeinsam angegangen und beseitigt werden, insbesondere die Frage warum wurde und wird gespart.  Gegen diese Politik müssen wir gemeinsam Stellung beziehen sowie  den Kampf für Veränderungen aufnehmen.  

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Manteltarif gekündigt!

Die ver.di-Tarifkommission und die NahVG haben den TV-N zum Jahresende gekündigt. Der erste Verhandlungstermin ist im Januar. Aber schon jetzt müssen wir uns für die Konfrontation aktivieren.

Vier Punkte sind in der ver.di-Tarifinfo 2018-07 zum Mantel enthalten.

  1. Entlastung der Beschäftigten durch Verkürzung der Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich;
  2. Überarbeitung der Entgeltordnung und Stufenlaufzeit mit dem Ziel einer gerechteren Eingruppierung und einer klaren Entwicklungsperspektive;
  3. Mitgliedervorteil in Form eines Urlaubsgeldes in Höhe des individuellen Jahresbeitrages;
  4. Anspruch auf die Weihnachtszuwendung im ersten Beschäftigungsjahr nach der Ausbildung.

Es ist von vornherein klar: die beiden zentralen Anliegen sind Forderungen, die jede*n von uns betreffen. Aber der Punkt an der Sache ist: Wir werden nichts, aber auch gar nichts geschenkt bekommen!

In jedem Betrieb haben nun mal „Manager*innen“ andere Interessen als Arbeiter*innen. Dies ist klassenabhängig zu sehen. Karl Marx bezeichnete dies als Grundwiderspruch zwischen Kapital und Arbeit.

Jede*r wird gebraucht!

Darum gilt: Jede*r wird im Kampf um Verbesserungen gebraucht – egal in welcher Gewerkschaft er*sie organisiert ist, oder auch nicht. Denn bei diesen Forderungen geht es knallhart auch um Klassenfragen.

Wir sollten alle gemeinsam – jede*r Kolleg*in, jedes Mitglied der Tarif- und Verhandlungskommission – zumindest von einer Entgeltordnung ausgehen, die Altersarmut bekämpft.

Eine erste Sache sind Löhne, die momentan direkt in die Altersarmut führen. Hier werden natürlich BVG-Vorstand und KAV (kommunaler Arbeitgeberverband) gemeinsam mit dem Senat den Kopf schütteln. Die Frage ist: können wir einen Tarifabschluss akzeptieren, der die Altersarmut in diesem Land nicht anfechtet?

Eine zweite Sache ist die Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn- und Personalausgleich. Die Stadt Berlin wächst. Wir als Fahrer*innen spüren das hautnah. So ist auch die Tatsache nicht zu verkennen, dass der Arbeitsdruck sich ständig erhöht – vor allem durch das beschäftigtenfeindliche Vorgehen des „Schwarze Null“-Managements. Unter den herrschenden Verhältnissen suchen selbst langjährige Kolleg*innen das Weite.

Arbeitszeitverkürzung!

Wir sollten alle gemeinsam dafür eintreten: Es muss zu einer Reduzierung auf mindestens 36,5 Wochenstunden in einem ersten Schritt für alle kommen! Das soll verbunden sein mit einer maximalen täglichen Arbeitszeit von 8,5 Stunden, inklusive Wendezeiten und Pausen. Diese müssen bezahlt werden – sie gehören zum Arbeitstag dazu.

Ihr seht, dass wir uns alle gemeinsam in dieser Auseinandersetzung mit der Gegenseite – BVG, KAV und Senat – einmischen sollten! Die Frage für jede*n von uns: Wie kann ich aktiver werden? Und an jedes Mitglied der Tarif- und Verhandlungskommission: Als wessen Interessenvertreter*in wurde ich in dieses Gremium gewählt?-

Streikversammlungen!

Im Sozial- und Erziehungsdienst, bei der Charité, am Botanischen Garten, bei den studentischen Beschäftigten der Unis und bei den Krankenhaus-Tochtergesellschaften CFM und VSG wurden in der Vergangenheit Streikversammlungen mit Abstimmungen durchgeführt. Diese haben in Richtung mehr Basisdemokratie in den Betrieben geführt.

Versuchen wir gemeinsam innerhalb der BVG/BT diesen Weg einzuleiten!

Wir müssen erkennen, dass wir eine starke Macht sind, gerade im Fahrdienst!

Alle Räder stehen still wenn dein starker Arm es will!

Die Merkel-Frage

In Funk und Fernsehen ist die Merkel-Frage nun rund um die Uhr aktuell. Es ist aber für unsereins relativ unbedeutend, wer die*der nächste Landeshäuptling wird.

2017 betrug das Vermögen der Superreichen weltweit 8,9 Billionen US-Dollar. In Deutschland wuchs es von 2012 bis 2017 von 1,7 auf 2,6 Billionen US-Dollar! Und die Zahl der Milliardär*innen ist im Land auf 123 angewachsen.

Die Zahl der Minijobber*innen, Leiharbeiter*innen sowie derer, die trotz Arbeit zu den „Aufstocker*innen“ zählen, u.v.a.m. hat sich in den letzten zehn Jahren etwa verdoppelt. 2,5 Millionen Kinder leben in Armut. Wohnungsnot, explodierende Mieten, katastrophale Bedingungen im Gesundheits- und Bildungswesen.

Hier ist die BVG nicht auszunehmen, trotz des Vorstandsgeschwafels: „Kundinnen und Kunden begeistern, ein Top-Arbeitgeber zu sein“! (Danksagungsflyer des BVG-Vorstandes 2016).

Und die Zahl derer, die gegen diese Zustände sich wehren und gegen dieses System auf die Straße gehen, wird immer größer werden!