Offener Brief

An alle Vertrauensleute bei der BVG
An alle ver.di-Gremien bei der BVG
An die Landesleitung (Berlin/Brandenburg)
An den Bundesvorstand/ An den Bundesfachbereich Verkehr

Der Bundesvorstand der Gewerkschaft ver.di hat dem ehemals für die BVG verantwortlichen Sekretär, Frank Bäsler, andere Aufgaben in ver.di übertragen. Wir begrüßen dies als eine richtige, wenn auch verspätete Entscheidung, welche nach dem ver.di-Statut stattfand. An dieser Stelle sei erwähnt, dass es in der BVG keinen gewerkschaftlichen Entscheidungsträger gibt, der es für nötig hält, nach mittlerweile über zwei Wochen durch Einberufung einer offenen Vertrauensleutevollversammlung darüber zu informieren und zu diskutieren.

Es macht keinen Sinn über die nicht gut gelaufenen Dinge zu diskutieren, jedoch sollten wir uns darüber verständigen, was wir von einer/m Gewerkschaftssekretär/in erwarten?

In allererster Linie sollte sie/er den persönlichen Kontakt zur Basis pflegen, wobei verschiedene Formen in Betracht gezogen werden. Einerseits das Organisieren von gemeinsamen Diskussionsveranstaltungen, dabei hat sie/er darauf zu achten, dass Rede und Gegenrede zu gemeinsamen Zielen führen. Andererseits sollte sie/er die Fähigkeit besitzen Gewerkschaftsmitglieder zu aktivieren, so dass innerhalb eines Bereiches eine aktive Gruppe gebildet werden kann, die sich mit anderen Bereichen vernetzen kann. Weiterhin erwarten wir von einer/m Gewerkschaftssekretär/in, dass Bildung aller interessierten Mitglieder eine der Hauptaufgaben sein muss, dies sowohl in Richtung Politik als auch in Richtung Gewerkschaftsarbeit und Organisation. Das Einbinden der aktiven Gruppen, aber auch aller anderen Interessenten, sollte im Blickfeld einer/s Gewerkschaftssekretär/in sein. Nach dem Motto: “Gemeinsam sind wir stark“ hat sie/er den aktiven Gewerkschaftsmitgliedern Vorschläge zu unterbreiten, aber auch Vorschläge anzunehmen, wie Aktionen und Kampagnen organisiert werden können. Das Ziel sollte hier sein, Mitglieder und alle gewählten Vertreter/innen z.B. in die Tarifpolitik einzubinden, so dass Tarifauseinandersetzungen lebhaft begleitet werden können.

Was erwarten wir noch?

  • Bei der Gewerkschaftarbeit geht es nur um die Mitglieder, weil die Gewerkschaft für die Interessen der Mitglieder da ist. Deshalb müssen bei allen Entscheidungen und über alle Fragen, ob Tariffragen oder gewerkschaftliche Aktionen und Kampagnen, die Mitglieder einbezogen und zu Mitentscheidung mobilisiert werden!
  • Keine geheimen Verhandlungen führen, sondern Transparenz schaffen!
    Solidarität untereinander und mit Anderen organisieren!
  • Neue und junge KollegInnen für die Gewerkschaftsarbeit begeistern. Erfahrung und Dynamik zusammenführen!
  • Politische Arbeit ist sehr wichtig! Denn nur politisch überzeugte KollegInnen können gute Gewerkschaftarbeit organisieren. Deshalb muss er alles Mögliche tun, um die aktiven KollegInnen zu politisieren!
  • Eine offene, demokratische und aktive Kultur entwickeln!

Wir Aktive und auch Andere haben in der Frage, wer der nächste Gewerkschaftsekretär oder -sekretärin sein wird, keine Entscheidungsmöglichkeit. Das finden wir undemokratisch! Nicht nur verantwortliche Sekretär/innen sondern auch alle Vertreterinnen und Vertreter müssen gewählt werden können. Ebenso müssen sie auch abwählbar sein.

ver.di aktiv steht für eine kämpferisch-starke, demokratische und offene Gewerkschaft!

Bisherige UnterzeichnerInnen:

Jens-Peter Paschke, Erdoğan Kaya, Ekin Karaduman, Wolfgang Wendt, Orhan Çaylıkoca, Sebastian Lange, Mehmet Urulu, Peter Berger, Hüseyin Yorgun, Mario Häßler, Silke Ziepel, Cüneyt Özdemir, Wolfgang Brendtner, Bahri Karagöz, Carsten Eichberg, Şahin Tarhan, Thomas Schmidt, Hakkı Küçüktaş, Hüseyin Ak, Johannes Täubert, Daniel Dech, Osman Başeğmez, Musa Baldere, Klaus Dick, Hikmet Akpinar, Bernd Heinzmann, Bianca Pollack, Serdar Yalcinkaya, Uwe Lindner, Uwe Schulz, Torsten Grätz, Hans-Joachim Haas, Sener Piskin, Jan Groß, Benjamin Ismer, Matthias Lütticke, Norbert Krause, Ronny Fröhling, Thomas Ransch, Torsten Müller, Rene Förster, Thomas Vogt, Ronald Seelisch Heiko Gryschek, Rainer Berlin, Thorsten Stuck, Steffen Böhme, Carsten Epplas, Gerd Melzer, Michael Mudlaff, Markus Klausch, Rainer Hartmann, Marcel Töllner, Harald Hellmuth, Reiner Kurreck, Mario Dommisch, Mathias Brouwer, Udo Lehmann, Abdelsadk Abdel, Michael Karez, Uwe Schellmann, Harry Voigt, Marcel Andree, Rainer Krüger, Wilfried Siegmund, Sven Ossig, Gennadij Hubert, Cornelia Schlutt, Peter Marienfeld, Udo Kühne, David Großmann, Peter Ruttloff, Stefanie Richters, Uwe Schöne, Norbert Glander, Dietmar Miericke, Reinhard Lehmann, Swen Jahn, Udo Hennel, Diana Eckert, Olaf Putzky, Andreas Eist

Online unterschreiben: einfach eine Mail an verdi.aktiv@gmail.com

Ein Gedanke zu „Offener Brief

  1. ja, ihr, macht weiter so, basisgewerkschaftliches handeln ist genau das, was wir heute und morgen in der lohnarbeitswelt brauchen –

    richtig ueberracht und erfreut ueber eure aktivitäten

    viel glück und solidarität – es wird nicht einfach werden , aber das solidarische kollektiv kann berge versetzen

    solidarischen gruss wi

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